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Radweg mit Pfützen und Schlaglöchern?

Radweg mit Pfützen und Schlaglöchern?

Ein schicker Radweg, nur auf dem Teilstück in der Gemeinde Namborn Schlaglöcher und Pfützen? Das will der Namborner Gemeinderat nun doch nicht – und beteiligt sich am Ausbau der Alten Trierer Straße.

Die Alte Trierer Straße beschäftigt SZ-Leserreporter Andreas Mörsdorf. Seit einigen Jahren benutzt er bei seinen Radtouren den Weg von Hofeld über Güdesweiler zum Bostalsee. Auf der Oberthaler Seite ist eine neue Straße mit Radweg entstanden. Der Abschnitt von Hofeld bis zur Gemeindegrenze Oberthal/Namborn sei aber seiner Ansicht nach ebenfalls dringend sanierungsbedürftig. "Warum wird hier nicht Gemeindegrenzen überschreitend geplant?", fragt er sich. Und weiter: "Ist von Namborner Seite überhaupt eine Renovierung der Straße vorgesehen?"

Mörsdorf hat einen guten Zeitpunkt für seine Frage erwischt. Denn um die Alte Trierer Straße ging es jetzt dem Namborner Gemeinderat. Bei einer Enthaltung stimmten die Ratsmtiglieder zu, sich mit 10 000 Euro an dem Ausbau zu beteiligen. Das war ursprünglich aus Kostengründen nicht vorgesehen. "Aber es wäre ja blöd, wenn alles ausgebaut ist, und mittendrin fehlen plötzlich 380 Meter", sagt dazu Bürgermeister Theo Staub (SPD ).

Der bisherige unbefestigte Radweg, der von St. Wendel an den Bostalsee führt, werde derzeit ausgebaut, sagt Caroline Müller von der Namborner Verwaltung. Und dabei stark bezuschusst. Bund und Land übernehmen demnach 80 Prozent der Kosten, auch der Landkreis St. Wendel sei mit im Boot, an der Gemeinde Namborn bleiben eben diese 10 000 Euro hängen. Insgesamt werden, so Müller weiter, rund 1,5 Millionen Euro investiert.

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Den ersten Bauabschnitt hatte St. Wendels Landrat Udo Recktenwald (CDU ) im Dezember vergangenen Jahres eingeweiht. Dieser verläuft ausgangs Güdesweiler, auf einer Länge von rund 400 Metern, von der Baumschule bis zur Bauschuttdeponie. Der gesamte Ausbau soll sich über vier Kilometer erstrecken, in Höhe der Brücke über die B 41 bei Baltersweiler beginnen, über das Schwarze Kreuz verlaufen und in Güdesweiler enden. Insgesamt sind drei Ausbauabschnitte geplant; der zweite beginnt Mitte 2016. Der Landrat zeigte sich damals froh, dass dem schlechten Zustand der Strecke endlich ein Ende gemacht wird. "Das Radwegenetz ist ein wichtiger Bestandteil unseres touristischen Konzepts", sagte er. Und weiter: "Mit dem Ausbau der Alten Trierer Straße sanieren wir eine wichtige Schnittstelle mehrerer vorhandener Radwege."

Auch im Gemeinderat sehen die Fraktionen den Ausbau positiv. Hugo Frei von der CDU rechne mit einet "enormen Verbesserung" und "deutlichen Aufwertung".

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