Pfarrers Segen für Vierbeiner

Namborn. Pfarrer Christian Scheinost hatte anlässlich des Erntedankfestes zum Familiengottesdienst in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Namborn eingeladen. Im Anschluss daran wurden vor der Kirche Tiere gesegnet. "Tiere zu segnen", sagte Scheinost, "ist ein alter christlicher Brauch

Namborn. Pfarrer Christian Scheinost hatte anlässlich des Erntedankfestes zum Familiengottesdienst in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Namborn eingeladen. Im Anschluss daran wurden vor der Kirche Tiere gesegnet. "Tiere zu segnen", sagte Scheinost, "ist ein alter christlicher Brauch. Vor allem Nutztiere in der Landwirtschaft, Vieh und Pferde oder Bienen wurden unter den Segen Gottes gestellt." Jana-Elena Litz gehörte mit ihrem zwölf Jahre alten Flamenco der Rasse Wallach Westfalen zu den vier Tierfreunden, die dieser Einladung gefolgt waren. "Ich bin so nervös wie mein Pferd, schließlich ist es unsere erste Tiersegnung", gestand die 14-jährige Schülerin. Sie betreibt mit ihrem Pferd seit vier Jahren den Dressursport, wie sie sagte, und hofft auf Gottes Segen, auch bei den nächsten Veranstaltungen im Saarland und Rheinland-Pfalz erfolgreich zu sein. Ihrem Flamenco gilt ihre ganze Liebe. "Da bleibt mein zweites Hobby, das Gitarrenspiel, meistens auf der Strecke." Der achtjährige Jonas hatte zur Segnung seinen fünf Monate alten Labradorhund mit dem Namen Emma mitgebracht. Stolz zeigten die Gebrüder Jan und Nils, zehn und sechs Jahre alt, ihre beiden mitgebrachten Häsinnen mit den Namen Luna und Zera. Pastor Scheinost segnete die Tiere zum Schutz gegen alle Gefahren. Etwas enttäuscht über die niedrige Beteiligung an dieser Tiersegnung? "Keineswegs", kam sofort die Antwort von Pfarrer Christian Scheinost. "Zur ersten Tiersegnung und wegen des widrigen Wetters, ist das schon in Ordnung." Diese Tiersegnung soll beibehalten werden, versprach der Pfarrer. Tiere seien gesegnete Geschöpfe Gottes. Sie, so Scheinost weiter, wurden nicht um des Menschen Willen erschaffen, sondern haben ihre eigene Daseinsberechtigung. Tiersegnungen würden den Menschen auch in die Pflicht nehmen. Gott hat den Menschen die Sorge um die Tiere anvertraut. Er soll sie artgerecht behandeln und auf ihre Bedürfnisse achten, betonte Pfarrer Scheinost abschließend. se