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Otto und Doris Gisch aus Hirstein bauen Modellbahnen

Modellbau in Hirstein : Landschaften zwischen Wein und Winter

Ehepaar Gisch aus Hirstein hat die trostlose Corona-Zeit mit seinen Modellbau-Welten verbracht.

Die Eheleute Otto und Doris Gisch aus Hirstein sind begeisterte Modellbauer. Bevorzugt erstellen sie kleinere Modelleisenbahnanlagen in der Größe von zwei und vier Quadratmetern, mit denen sie bei Modellbahnmessen mitwirken. „Im März vergangenen Jahres waren wir eingeladen worden, bei der Faszination Modellbahn in Mannheim unsere Anlage Gischuna erstmals einem großen Publikum vorzustellen. Leider fiel diese Veranstaltung, wie so viele, aus“, bedauert Otto Gisch. „Wir ließen uns aber nicht entmutigen und bauten unter dem Motto Freizeitgestaltung während Corona seit März 2020 zwei neue Ausstellungsanlagen und füllten die trostlose Zeit mit unserem schönen Hobby sinnvoll“, fügt Doris Gisch hinzu.

Es waren die Winteranlage Obersilken und eine Anlage rund um den Wein mit Namen „Trauntal“. Eine dritte, vier Quadratmeter große Modellbahnanlage mit dem Thema „Milchwirtschaft im Allgäu“ ist seit November im Bau und wird demnächst fertiggestellt. Noch fehlen die Begrünung der weißen Stellen und die gestalterischen landwirtschaftlichen Feinheiten. Weiterhin wird die Anlage noch von Personen oder Tieren bevölkert.

Otto Gisch ist für Planung, Technik und Aufbau der Anlagen zuständig. „Gemeinsam gestalten wir die Landschaft“, erklärt der Modellbauer und berichtet weiter. „Doris ist unter anderem für die Feinheiten zuständig. Sie baut Modellhäuser zusammen und verändert sie farblich. Sie bemalt Figuren, gestaltet Gärten, haucht Städten und Dörfern Leben ein und versucht, sie im Kleinen realistisch im Detail darzustellen. Das sind auch die I-Tüpfelchen der Anlagen, die Besucher gerne neben den durch die Landschaft fahrenden Zügen sehen wollen.“ Doris Gisch baue auch gerne kleine Dioramen und die Modellbahnen im Maßstab 1:87.

 Die Winteranlage Obersilken.
Die Winteranlage Obersilken. Foto: Otto Gisch
 Mit dieser neuen Anlage „Milchwirtschaft im Allgäu“ haben die Modellbauer im November begonnen. Noch fehlen Menschen und Tiere. Auch das Grün hat noch weiße Stellen.
Mit dieser neuen Anlage „Milchwirtschaft im Allgäu“ haben die Modellbauer im November begonnen. Noch fehlen Menschen und Tiere. Auch das Grün hat noch weiße Stellen. Foto: Otto Gisch

Die Erbauer versuchen, wie sie sagen, für die Landschaftsgestaltung vieles selbst herzustellen. Dies sind unter anderem Bäume, Büsche und Sträucher mit Naturästen, wie Wurzeln von Thymian und Rosmarin, Straßenbeläge werden aus gesiebtem Sand oder Kies gemacht. Auch Naturerde verwenden sie für Felder und Gärten. Auf Artikel der Modellbaufirmen greifen sie aber auch zurück. Das Ehepaar Gisch erwähnt, dass sie auch mit Hilfe ihres schönen Hobbys die Coronazeit mit allen damit verbundenen Einschränkungen bisher gut überstanden haben. Sie freuen sich aber auch darauf, wieder mit Freunden und Bekannten, auch außerhalb ihres Hobbys, zusammenzutreffen. „Weitere Modelleisenbahnanlagen sind schon in Planung“, kündigt Otto Gisch an.