Namborn außer Rand und Band

Urweiler/Namborn/Hoof. "Oh, wie ist das schön, oh, wie ist das schön", sangen die frischgebackenen Fußball-Bezirksligisten des SV Namborn, während ihre Fans mit Fahnen, Tröten und Rasseln den Takt vorgaben. Unmittelbar nach dem 4:1 im Relegationsspiel gegen die SG Hoof-Osterbrücken am Pfingstsamstag war die Freude übergroß beim SVN

Urweiler/Namborn/Hoof. "Oh, wie ist das schön, oh, wie ist das schön", sangen die frischgebackenen Fußball-Bezirksligisten des SV Namborn, während ihre Fans mit Fahnen, Tröten und Rasseln den Takt vorgaben. Unmittelbar nach dem 4:1 im Relegationsspiel gegen die SG Hoof-Osterbrücken am Pfingstsamstag war die Freude übergroß beim SVN. Währenddessen saßen oder lagen die SG-Kicker auf dem Platz in Urweiler und wünschten sich, ein großes Loch zum Verkriechen möge sich auftun. Erik Knibbe hatte sich das Trikot über den Kopf gezogen. Nichts sehen und nichts hören wollte der Torhüter der SG: "Wir waren heute einfach nicht präsent genug. Hätten wir in der ersten Halbzeit so gespielt, wie in der zweiten, als wir nur noch mit neun Mann auf dem Feld standen, wäre das Spiel sicher anders ausgegangen."Hoof nur noch zu neunt Dass in Halbzeit zwei nur noch neun SG-Spieler auf dem Feld standen, war nicht zuletzt dem überharten Durchgreifen des Unparteiischen zu verdanken. Aber auch Knibbe selbst war nicht ganz unschuldig am Aus seiner Mannschaft, denn bei den drei Gegentoren in Hälfte eins hatte der SG-Schlussmann alles andere als gut ausgesehen. "Es ist schade, dass ausgerechnet unser Torwart, der uns mit seiner Leistung eigentlich erst dieses Relegationsspiel ermöglicht hat, heute Nerven gezeigt hat", war Frank Keller, der Vorsitzende der SG, nach der Niederlage geknickt. Ganz anders war naturgemäß die Gemütslage bei den Siegern, für die Marco Schöneberger das 1:0 (10.), Tobias Naumann das 2:0 (17.) und Martin Wagner das 3:0 (38.) erzielt hatte. Rüdiger Scheer, der Trainer des SVN, sagte nach dem Sieg: "Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Wir sind weit über unser Saisonziel hinaus geschossen." Gerade auch hinsichtlich der Tatsache, dass mit Marc Schilly der beste Torschütze den SVN in der Winterpause in Richtung VfB Theley verlassen hatte. "Jeder einzelne hat in der Folge mehr Verantwortung übernommen. Daher konnten wir das deutlich besser kompensieren, als wir vorher gedacht hatten", sagte Erfolgstrainer Scheer, dessen Mannschaft in der 82. Minute durch Dominik Kern einen Gegentreffer hinnehmen musste, quasi im Gegenzug aber durch das zweite Tor von Schöneberger (84.) den 4:1-Endstand herstellte.Dank an OberlinxweilerEinen besonderen Gruß schickte Scheer noch nach Oberlinxweiler: "Der SVO hat großen Anteil daran, dass wir heute feiern können. Denn das war ein Gegner, an dem wir uns im Saisonverlauf messen und immer wieder hochziehen konnten." Überglücklich war nach dem Erfolg auch der SVN-Vorsitzende Jörg Wagner: "Ich bin einfach nur happy und mein ganzer Dank gilt dem Trainer sowie dem Betreuer-Team. Die Jungs haben wirklich tolle Arbeit geleistet." "Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Wir sind weit über unser Saisonziel hinaus geschossen."Namborns Trainer Rüdiger Scheer