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Kindergarten Hirstein als „Haus der kleinen Forscher" zertifiziert

Zertifizierte Nachwuchs-Forscher : Zu Besuch im „Haus der kleinen Forscher“

Der Hirsteiner Kindergarten Regenbogen ist zum zweiten Mal zertifiziert worden. Denn hier wird besonders großen Wert auf Bildung in Naturwissenschaft und Technik gelegt.

Ausprobieren, entdecken und hinterfragen – für die Kinder im Hirsteiner Kindergarten Regenbogenland gehört das zum Alltag. Durch spannende Experimente am Forschertag wecken die Erzieherinnen zudem den Forschergeist der Kinder und begeistern sie so für Naturwissenschaft und Technik. Für ihr kontinuierliches Engagement bei der Förderung früher Bildung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) hat die Kita nun zum zweiten Mal das Zertifikat der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ erhalten. Mit dem Projekt „Ab in die Tonne, wir sind die Mülldetektive“, ist der kommunale Kindergarten 2018 zum Landessieger gekürt worden.

„Die Zertifizierung kann alle zwei Jahre wiederholt werden“, erklärt Erzieherin Christa Becker. Dazu hat der Kindergarten dieses Mal das Projekt „Auf den Spuren der Zahlen“ eingereicht. „Im Ort haben wir nach Zahlen gesucht. Lieder, die Zahlen beinhalten, gesungen und Materialien mit Zahlen bis zehn belegt und die Zahlen geschrieben“, beschreibt sie das Projekt.

Birgit Abel vom Netzwerkpartner Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) hat jetzt dem Kindergarten die erneute Auszeichnung in Form einer Plakette überreicht. „Sie gilt wieder für den Zeitraum von zwei Jahren“, so Abel. Rückblickend, berichtet sie, sei das Zahlenprojekt bei der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ in Berlin gut angekommen. Die Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ wird nach festen Qualitätskriterien vergeben, die sich am Deutschen Kindergarten Gütesiegel und den „prozessbezogenen Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht“ orientieren.

Gemeinsam mit den Mädchen und Jungs beobachten und erforschen die Erzieherinnen in Hirstein Phänomene in ihrem Alltag. Die ME Saar als lokaler Netzwerkpartner der Stiftung unterstützt die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte der saarländischen Kindertagesstätten und Grundschulen mit einem umfangreichen Fortbildungsangebot, sich als ein „Ort des forschenden Lernens“ nachhaltig weiterzuentwickeln. „In erster Linie geht es um langfristiges Lernen beim Entdecken und forschen“, sagt Abel.

Für die Vorschulkinder der „Ranzenbande“ öffnet sie dann im Turnsaal ihr Experimentiertheater zum Thema Wasserverdrängung. „Eine Krähe ist durstig, sucht und findet Wasser in einem für sie zu schweren Krug. Was müssen wir tun, damit die Krähe mit dem Schnabel Wasser trinken kann?“, stellt Abel den Kindern als Aufgabe. Dazu verteilt sie mal leichte und schwere Gegenstände, die dann jeder kleine Forscher in einem Wasserglas platzieren soll. „Experimente eignen sich gut, um Antworten auf Fragen zu erhalten und den Dingen auf den Grund zu gehen“, meint Abel.

Zunächst lässt sie von den Kindern beobachten. „Was ist denn jetzt in den einzelnen Gläsern passiert?“, fragt daraufhin die Netzwerkkoordinatorin. Einige der Gegenstände schwimmen, andere haben sich voll gesaugt oder sind bis auf dem Glasboden angekommen. „Damit der Wasserstand steigt, müssen die Gegenstände schwer sein“, sagt Abel. Und damit die Krähe ihren Durst stillen könne, müsse sie mit dem Schnabel Steine in den Krug transportieren, wodurch das Wasser steige, zieht sie als Fazit ihres Experiments.

 Birgit Abel (ME Saar) experimentiert mit den Vorschulkinder.
Birgit Abel (ME Saar) experimentiert mit den Vorschulkinder. Foto: Frank Faber

„Durch die Experimente erhalten die Kinder Zugang zu neuen Bereichen, zu denen sie in ihrer alltäglichen Umgebung sonst keine Möglichkeit hätten“, erläutert Abel. Durch diese Lernmethoden werden weitere Kompetenzen gefördert, die die Kinder für ihren späteren Lebensweg benötigen wie lernmethodische Kompetenz, Sprach- und Sozialkompetenz, Feinmotorik und ein Zugewinn an Selbstbewusstsein sowie innerer Stärke.