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Jugend-Versammlung lockte 35 junge Leute nach Namborn

Versammlung in Namborn : Der Jugendarbeit mehr Raum geben

Christian Schneider vom Jugendbüro der Gemeinde Namborn stellte sich bei Treffen mit jungen Leuten vor.

Die Zukunft ländlicher Gemeinden hängt zunehmend davon ab, wie attraktiv sie für junge Leute sind. Und dabei spielt eine gezielte und nachhaltige Jugendarbeit eine gewichtige Rolle. Das hat John Gräßer, Ortsvorsteher von Namborn/Heisterberg, erkannt und sich gemeinsam mit Christian Schneider vom Jugendbüro der Gemeinde zu einer lockeren Versammlung auf dem Namborner Kirmesplatz geladen. Ein Volltreffer. „Mehr als 35 Kinder und Jugendliche sind da und haben Interesse daran, was für sie künftig laufen kann“, freut sich Gräßer. Zudem kann Schneider endlich die Gelegenheit nutzen, sich dem Nachwuchs aus der Gemeinde vorzustellen. Seit Jahresanfang ist der hauptamtliche Mitarbeiter des freien Kinder- und Jugendhilfeträgers Idee.on aus Otzenhausen neuer Jugendbeauftragter in Namborn. Zuvor hat die Corona-Pandemie sämtliche Begegnungen verhindert.

„Es ist ganz toll, dass wir uns jetzt noch vor Beginn der Sommerferien treffen konnten“, findet der 31-jährige Sozialpädagoge aus Hasborn. Wichtig sei ihm nun der Kontakt und Draht zu den Jugendlichen. „Es geht dabei um die Zielfindung. Die Kinder und Jugendlichen sollen sagen,  was sie sich für die Zukunft wünschen und vorstellen“, erklärt der Sozialarbeiter. Zusätzlich zum Dialog hat der Nachwuchs die Möglichkeit, Vorschläge und Anregungen schriftlich in der aufgestellten Wahlurne zu deponieren.

„Es ist sicherlich genügend Bedarf vorhanden“, meint Gräßer. Er hat rund um den Kirmesplatz mehrere Spiel-und Mitmachstationen für den Nachwuchs aufgebaut. „Damit sieht man schon, welch gute Möglichkeiten alleine hier auf dem Kirmesplatz bestehen“, sagt Gräßer. Derweil sucht Schneider den Dialog, um die Gemeinde auch aus Sicht seiner Zielgruppe näher kennenzulernen. „So können dann Ideen für strukturelle Veränderungen ins Rollen gebracht werden“, sagt Schneider.

Aber nicht jedes Angebot sei für die jeweilige Altersgruppe geeignet. Die Jugendlichen im Alter von zwölf bis 16 Jahren sollen künftig von der Installation des Jugendbüros profitieren. Für den U-16-Nachwuchs bestehen bereits konkrete Vorstellungen. „Wir wollen einen Jugendclub mit Vorstand gründen“, hat Schneider vor.

Denn Bedürfnis wie Nachfrage seien vorhanden. „Wir sind schon elf Leute“, berichtet Max Zangerle von der an den Start gegangenen Interessengemeinschaft Raawekeller. Der Jugendtreff in der ehemaligen Lehmschule umfasst eine etwa 70 Quadratmeter große Fläche, bestehend unter anderem aus dem Aufenthaltsraum, einer Garderobe, einem Lagerraum und einer WC-Anlage. „Die Räumlichkeit muss nach mehr als zehn Jahren zunächst renoviert werden“, sieht Zangerle als dringlichste Aufgabe an. Nach der ersten Zusammenkunft sieht der Jugendbeauftragte Schneider gute Chancen, um die Jugendarbeit in der Gemeinde Namborn nach vorne zu bringen.

www.namborn.de