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In die Welt des Zirkus eintauchen Vom Schüler zum Artisten

In die Welt des Zirkus eintauchen Vom Schüler zum Artisten

Namborn. Einmal ein richtiger Clown sein, der in der Manege steht und mit seinen Späßen hunderte Menschen zum Lachen bringt. Das war und ist für viele ein Traum aus Kindheitstagen. In die Welt der Clownerie, Artistik und Magie tauchten die Schüler der Erweiterten Realschule (ERS) Namborn ein: Manege frei, hieß es dort bei der Projektwoche "Zirkus"

Namborn. Einmal ein richtiger Clown sein, der in der Manege steht und mit seinen Späßen hunderte Menschen zum Lachen bringt. Das war und ist für viele ein Traum aus Kindheitstagen. In die Welt der Clownerie, Artistik und Magie tauchten die Schüler der Erweiterten Realschule (ERS) Namborn ein: Manege frei, hieß es dort bei der Projektwoche "Zirkus". "Ins Rollen wurde der Stein eigentlich schon vergangenen Sommer gebracht. So gesehen hatten wir ein Jahr Vorlaufzeit für die Projektwoche", erklärt Klaus Jürgen Willms, stellvertretender Schulleiter. Gemeinsam mit Christine Reiter und Marko Koltes hat Willms das Zirkus-Projekt seitens der Schule betreut. Unterstützt wurden sie von Schülern der Abschlussklasse der Neunkircher Edith-Stein-Schule (katholische Fachschule für Sozialpädagogik), der Gemeinde, dem Landkreis, "und vor allem von Ellen Lenz, der Schoolworkerin des Landkreises", erzählt Willms, während sich hinter ihm der Einlass zum Zirkuszelt öffnet. Eine Woche lang hat das Zelt auf dem Kirmesplatz, der nur unweit der Realschule liegt, gestanden. Noch am Nachmittag wird es von den 150 Schülern der Klassenstufen fünf bis acht, die an der Projektwoche teilgenommen haben, abgebaut werden. Das gemeinsame Aufbauen vor Wochenfrist war bereits Teil des pädagogischen Konzepts gewesen, mit dem ZappZarap, der pädagogische Zirkus, vor Ort arbeitet. Verkürzt gesagt, ist der ganzheitliche Ansatz wesentlicher Aspekt der Zirkuspädagogik. Das heißt, dass bei den Kindern und Jugendlichen motorische, sensible, psychische, soziale sowie kognitive Fähigkeiten gefordert und gefördert werden. Verknüpft wird das alles mit einer ordentlichen Portion Spaß. "Das war eine tolle Woche und hat unheimlich viel Spaß gemacht", sagt Cindy Blaurock aus der Klasse 7 I/h. "Kugelakrobatik" war ihr Zirkus-Modul, das sie sich zu Beginn der Woche ausgesucht hatte. "Angefangen hatte die Projektwoche mit einem Schnuppertag. Dann mussten wir uns für eine Sache entscheiden, die dann aber auch durchziehen", erklärt Cindy, wie die eigentliche Projektwoche letztlich ablief. Durch einen Reifen schlüpfenAls Bausteine wurden beispielsweise Magie, Akrobatik, Clownerie oder auch Jonglage angeboten. Und Cindy gehörte zu den "Wilden Kuglern". Innerhalb einer Woche hatte die Schülerin gelernt, auf einer großen Kugel zu balancieren und dabei durch einen Hulahup-Ring zu schlüpfen. "Ich hätte nie gedacht, dass ich das könnte", gesteht die Siebtklässlerin sichtlich stolz auf das Erlernte. Stolz ist auch Schulleiterin Barbara Georg - auf ihre Schützlinge. Und angetan von der Begeisterungsfähigkeit der Kinder. "Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich am Anfang ein bisschen skeptisch war. Ich war mir nicht sicher, ob das funktioniert", sagt Barbara Georg, die schnell eines Besseren belehrt wurde. tog Namborn. Am Montagmorgen begann für die Schüler der Erweiterten Realschule Namborn-Oberthal der Unterricht um acht Uhr, aber nicht wie gewohnt in den Klassensälen, sondern im rot-blau-gestreiften Zirkuszelt des Circus Zapp-Zarap. Die aus Lehrern, Schoolworkern und Erziehern bestehende Betreuergruppe führte für die neugierigen Schüler eine Vorstellung auf, bei der sie Einblicke in das Programm des Zirkus gewinnen konnten. Je nach Interesse wählten die Schüler anschließend Workshops wie Pois-Swinging, Jonglage, Feuerspiele, Akrobatik, Kugellaufen, Zauberer oder Clowns aus. Einen großen Teil ihrer Zeit verbrachten die Schüler damit, für die gemeinsame Abschlussvorstellung am Samstag zu proben. Johanna und Ann-Kathrin, beide 14, fanden die Akrobatik zwar anstrengend, hatten aber trotzdem sehr viel Spaß. Birgit Büringer, Lehrerin und Betreuerin der Pois fand es sehr interessant zu sehen, wie manche Schüler eigene Figurenkombinationen kreierten. Selbst Schüler, die die Schule gewöhnlich eher uninteressant finden, zeigten sich von dem Projekt begeistert und erklärten, dass sie es gut fänden, dass die Schule so etwas anbiete. Auch Elina aus der 8.2 findet das Zirkusprojekt nützlich, weil man dabei auch seine außerschulischen Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Karin aus der 6.2 macht die Arbeit mit dem Trapez sehr viel Spaß. Am Samstag hieß es dann: "Manege frei für die Schüler und Schülerinnen der ERS Namborn-Oberthal". Natürlich hatten viele Schüler Lampenfieber, doch im Endeffekt war die Vorstellung von großem Erfolg gekrönt. Alle Artisten waren mit viel Begeisterung und Engagement dabei und inszenierten eine perfekte Show. Durch die intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten gelang es letztendlich, die Schüler zu motivieren ihre körperlichen und künstlerischen Fähigkeiten und auch Grenzen zu entdecken. Sarah Kirch, Annika Gebel, Selina Paulus, Jasmin Theobalt, Judith Schwab, Sebastian Klees, Manuel Will, Klasse 8.2 der ERS Namborn-Oberthal