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Ein Gespür für die Natur entwickeln

Ein Gespür für die Natur entwickeln

Hofeld-Mauschbach. Seit drei Jahren lädt der Obst- und Gartenbauverein Naturfreunde Hofeld-Mauschbach an Natur interessierte Kinder und Jugendliche ein, mit Hilfe des KunterBundmobils des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Saarland, die heimische Flora und Fauna zu erkunden. "Schmetterlinge und mehr" war im vergangenen Jahr das Thema

Hofeld-Mauschbach. Seit drei Jahren lädt der Obst- und Gartenbauverein Naturfreunde Hofeld-Mauschbach an Natur interessierte Kinder und Jugendliche ein, mit Hilfe des KunterBundmobils des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Saarland, die heimische Flora und Fauna zu erkunden. "Schmetterlinge und mehr" war im vergangenen Jahr das Thema. Bei der jetzigen Ferienaktion wurde der Dorfbach "Im Ambruch" in Mauschbach von den Kindern und Jugendlichen nicht nur unter die Lupe, sondern auch unter das Mikroskop genommen. Verschiedene Larvenarten (Köcher- und Eintagsfliege), Krebse und Egel fanden die Kinder mit Hilfe des Biologen Martin Lillig vom BUND. Besonders interessant war die Beobachtung der Tiere unter dem Mikroskop, das an einen großen Bildschirm angeschlossen war. So konnten alle zusammen die Tiere beobachten und ihre Erfahrungen austauschen. Aber nicht nur der Dorfbach war an diesem Tag das Thema. Auch der Umgang mit dem Wasser als Lebensmittel und Lebensraum wurde den Kindern nahe gebracht. Nach einer eigenen Analyse der Kinder, für was man bei uns Wasser an einem Tag braucht, war schnell klar: Es sind 144 Liter Trinkwasser pro Person und Tag im Saarland, so der Biologe Martin Lillig. Außerdem wurde Schmutz- und Salzwasser aufbereitet und geklärt. Nach einem Experiment, bei dem Kinder Wasser in großen Kanistern eine kleine Wegstrecke tragen mussten und der Erklärung, dass diese Arbeit von den Kindern in Afrika täglich geleistet werden muss, überlegten die Kinder noch einmal, für was sie am Tag Trinkwasser nutzen würden, wenn auch sie jeden Tag die Arbeit der afrikanischen Kinder übernehmen müssten. Und allen war schnell klar: Trinkwasser benötigt man nur zum Trinken und zur Zubereitung von Essen. Für alles andere kann man Regen- oder Flusswasser nützen. Pädagoge Martin Lillig abschließend: "Die Kinder sollen schon in frühester Jugend an die Natur herangeführt, für ihre Landschaft und Gewässer gewonnen werden." Es sei hier ein lebendiges Verstehen und Lernen, ein Gespür für den Umweltschutz zu entwickeln. Die Kosten für das KunterBundmobil werden in diesem Jahr vom saarländischen Umweltministerium getragen Zum Schluss gab es dann nach getaner Erkundungsarbeit ein üppiges Picknick und alle Teilnehmer waren sich einig: Ein gelungener Ferientag ging zu Ende in Hofeld-Mauschbach beim Obst- und Gartenbauverein Naturfreunde. se