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Ein authentischer Gesprächspartner

Ein authentischer Gesprächspartner

Oberthal. Seit September ist Zach Arnold als Fremdsprachenassistent an der Erweiterten Realschule Namborn-Oberthal tätig. Innerhalb des von der EU geförderten Comenius-Programms des Pädagogischen Austauschdienstes bringt er den Schülern nicht nur amerikanisches Englisch, sondern auch die Kultur seines Landes näher

Oberthal. Seit September ist Zach Arnold als Fremdsprachenassistent an der Erweiterten Realschule Namborn-Oberthal tätig. Innerhalb des von der EU geförderten Comenius-Programms des Pädagogischen Austauschdienstes bringt er den Schülern nicht nur amerikanisches Englisch, sondern auch die Kultur seines Landes näher. Der Kanadier aus Ontario hat im August dieses Jahres sein Bachelor-Examen in Politikwissenschaft und Deutsch absolviert. Eine eigene Klasse darf er zwar nicht unterrichten, doch unterstützt er die Lehrkräfte im Englischunterricht ab der sechsten Klasse. Für die Schüler ist er ein interessanter, authentischer Gesprächspartner, denn er kann viel aus seiner Heimat erzählen. Ihm gefällt besonders die Tatsache, dass die Klassen an der ERS Namborn-Oberthal recht klein sind, die Schule überschaubar und damit schnell kennenzulernen ist. Deutschland ist dem jungen Kanadier nicht unbekannt, denn im vergangenen Jahr konnte er bereits während eines einsemestrigen Studiums in Bamberg seine Sprachkenntnisse vertiefen. Auch wenn er sich schon fast fehlerfrei in der deutschen Sprache unterhalten kann, möchte er seinen achtmonatigen Aufenthalt im Saarland nutzen, um seine Deutschkenntnisse durch Seminare und Vorlesungen an der Universität Saarbrücken zu perfektionieren. Natürlich stehen auch diverse Reisen auf dem Programm, die er gemeinsam mit seinen englischsprachigen Kollegen, die an anderen St. Wendeler Schulen eingesetzt sind, unternimmt. Das Münchener Oktoberfest war Pflichtprogramm, in den Herbstferien steht ein Polen-Trip an, um die Städte Krakau, Warschau und Danzig zu besuchen. Die Entfernungen, die dabei zurückzulegen sind, stellen für ihn, gemessen an den gewaltigen Distanzen innerhalb Kanadas, kein Problem dar. Während man sich in Kanada typischerweise mit dem eigenen Fahrzeug oder mit dem Bus bewegt, ist Zach sichtlich angetan über das Streckennetz der deutschen Bahn und die Häufigkeit der Verbindungen. Entsprechend stark nutzt er daher diese Möglichkeit zum Reisen in und außerhalb des Saarlandes. Ende Mai wird Zach wieder zurück nach Ontario reisen. Er hofft, dort als Politikwissenschaftler bei der kanadischen Regierung arbeiten zu können. Alternativ könnte er sich aber auch vorstellen, noch einen Master-Abschluss anzustreben. Nach seiner Rückkehr freut er sich am meisten auf ein typisch kanadisches Frühstück mit Pfannkuchen, Würstchen und Ahornsirup. red