Borussen siegen dank Dansoko-Doppelpack

Borussen siegen dank Dansoko-Doppelpack

Fußball-Oberligist Borussia Neunkirchen hat das erstmals ausgetragene Benefiz-Vorbereitungsturnier des SV Namborn gewonnen. Im Endspiel setzte er sich mit 3:1 gegen den SV Hasborn durch.

Die Fußballer von Borussia Neunkirchen waren am Sonntagabend mit ihren Kräften am Ende - aber zufrieden. Vier Spiele mit je 40 Minuten Spielzeit hatten sie in den Knochen, als ihnen nach dem Finale des Benefiz-Vorbereitungsturniers des SV Namborn der Siegerpokal überreicht wurde. Im Endspiel bezwang das Team von Neu-Trainer Valentin Valtchev den Saarlandligisten SV Rot-Weiß Hasborn mit 3:1.

"Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden", urteilte Valtchev nach der Siegerehrung. "Das war in Ordnung von meinen Jungs. Bis zum Ligaauftakt müssen wir uns aber noch steigern." Valtchev hatte das Turnier in Namborn genutzt, um seine Mannschaft einzuspielen. Alle Stammkräfte waren dabei. Im Endspiel mussten die Borussen allerdings erst einmal einem Rückstand hinterherlaufen. Steffen Hoffmann brachte Außenseiter Hasborn per Kopf nach einem Konter in Führung. "Danach hatten wir weitere gute Kontergelegenheiten. Da müssen wir das 2:0 machen", monierte SV-Trainer Mathäus Gornik, der insgesamt aber mit der Leistung seiner Truppe zufrieden war.

Hasborn ließ nach der Führung Gelegenheiten liegen - und wie so oft im Fußball rappelte es dann auf der anderen Seite. Moussa Dansoko beförderte den Ball nach einer Ecke zum 1:1 über die Linie. Wenig später traf Markus Schmitt aus dem Gewühl heraus zum 2:1 für den Oberligisten. Als Hasborn in den Schlusssekunden alles auf eine Karte setzte - und sogar Torwart Christian Reiter mitstürmte - schoss Dansoko den Ball zum 3:1-Endstand über die Linie.

Vor dem Finale hatte sich Hasborn in der Vorschlussrunde durch einen Elfmetertreffer von Fundu Kamu mit 1:0 gegen den Ligakonkurrenten Dillingen durchgesetzt. Allerdings hätte es diesen Strafstoß nicht geben dürfen. Denn das vorausgegangene Foul an Johannes Gemmel war deutlich vor dem Sechzehner. Zuvor hatte sich die Borussia im ersten Halbfinale durch ein frühes Tor von Marcel Jung mit 1:0 gegen Verbandsligist SG Thalexweiler-Aschbach durchgesetzt.

Thalexweiler stand in der Vorschlussrunde, obwohl das Team von Trainer Heiko Brill eigentlich Letzter seiner Vorrundengruppe wurde. Doch der eigentlich fürs Semifinale qualifizierte Oberligist FSV Jägersburg reiste nach der Vorrunde wegen Verletzungsproblemen ab. Thalexweiler rückte nach. "Normalerweise machen wir solche Sachen nicht. Aber am Sonntag ist das wirklich unglücklich gelaufen", meinte FSV-Trainer Marco Emich. "Da wir ohnehin einige Verletzte im Kader der ersten Mannschaft haben, sind wir mit 14 Spielern - darunter schon einige von der zweiten Mannschaft - nach Namborn gefahren", erläutert der Coach. "Dann konnte Bartosz Klosowski wegen Knieproblemen nicht mehr spielen, Lukas Schmitz hatte Kreislaufprobleme und meinem Sohn Lukas ging die Wade zu. Weiterzuspielen hätte deshalb keinen Sinn gemacht. Ich muss da auch an die Gesundheit meiner Spieler denken." Das Namborner Turnier, dessen Einnahmen an die Hilfsorganisation "Kleine Hände e.V. St. Wendel gehen, sahen rund 350 Zuschauer. "Das waren in etwa so viele, wie wir erwartet hatten", erklärte der Vorsitzende des SV Namborn , Hans-Joachim Litz.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Ergebnisse in Namborn : Vorrunde: Gruppe A: SV Rot-Weiß Hasborn - FC Freisen 3:1, Borussia Neunkirchen - Hasborn 5:0, Freisen - Neunkirchen 0:0. Gruppe B: FSV Jägersburg - SV Thalexweiler 0:0, VfB Dillingen - Jägersburg 1:1, Thalexweiler - Dillingen 1:2. Jägersburg verzichtete wegen verletzungsbedingter Probleme auf die Halbfinalteilnahme, Thalexweiler rückte nach. Endrunde: Halbfinale: Neunkirchen - Thalexweiler 1:0, Hasborn - Dillingen 1:0. Elfmeterschießen um Platz drei: Dillingen - Thalexweiler 6:5. Finale: Neunkirchen-Hasborn 3:1. Testspiele beim Namborner Sportfest: VfL Primstal - VfR Kirn 5:3, TuS Steinbach - FV Eppelborn 2:2. SG Namborn-Steinberg/Deckenhardt-Walhausen - DSG Breitenbach/Niederhambach (Frauen) 0:2. sem

Mehr von Saarbrücker Zeitung