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"Musik spricht den ganzen Menschen an"

"Musik spricht den ganzen Menschen an"

St. Wendel. Chorgesang und Instrumentalmusik erfreuten am Samstagabend im Alsfassener Kulturzentrum über 100 Besucher. Unter dem Motto "Musik, die uns verbindet" hatte der St. Wendeler Männerchor zu einem Herbstkonzert eingeladen. Dabei stand nicht nur traditionelles Liedgut auf das Programm, sondern auch viele moderne Chorsätze, die die Musikfreunde ansprachen

St. Wendel. Chorgesang und Instrumentalmusik erfreuten am Samstagabend im Alsfassener Kulturzentrum über 100 Besucher. Unter dem Motto "Musik, die uns verbindet" hatte der St. Wendeler Männerchor zu einem Herbstkonzert eingeladen. Dabei stand nicht nur traditionelles Liedgut auf das Programm, sondern auch viele moderne Chorsätze, die die Musikfreunde ansprachen. Zwischen den Chorblöcken spielte das Klarinetten-Quartett Schaumbergerland unter der Leitung von Horst Nagel. Den ersten Liedblock gestaltete der gastgebende Chor unter Hermann Lissmann. Die Melodien waren teils verträumt und besinnlich, teils heiter und beschwingt, erzählten von der Liebe, der untergehenden Sonne und vom königlichen Wein. Auch schwierige Passagen, die manchen Kompositionen zu eigen sind, brachte der Chor heil über die Klippen. Froh und zuversichtlich kamen die Lieder des Kirchenchores St. Anna daher. Inhaltlich fasste das letzte Stück seines ersten Liedblocks alle Weisen zusammen: "Musik ist wie die Sonne, wie das Licht, ein froher Blick, ein Traum vom Glück."Klarinetten spielen TangoDie vier Klarinetten aus dem Schaumberger Land überraschten die Zuhörer in den ersten Kompositionen mit munteren Noten, wie zum Beispiel mit einer "Bagatelle" von Clare Grundman und mit "Pizzicati" von Leo Delibes. Der zweite Block war, ungewöhnlich für Klarinettenbesetzung, ganz dem Tango gewidmet. Unter den Stücken war auch das lange nicht mehr gehörte "Olé Guapa", das in den 50er und 60er Jahren das Ensemble Rudi Braun oft über die Ätherwellen des Saarländischen Rundfunk schickte. Horst Nagel hatte die Komposition, die für Akkordeon geschrieben ist, für Klarinette umgearbeitet. Mit "Über die Heide" begann der Männergesangverein Eintracht Freisen den ersten Teil seines Programms. Der Chor nahm die Besucher mit auf die Jagd, streifte mit ihnen durch das Waldrevier und ließ in seinem Jägerlied aus über 20 Kehlen das Trari, trara des Jagdhorns erschallen. Nach der Pause traten die Chöre und das Klarinetten-Quartett noch einmal mit mehreren Stücken auf. Der St. Wendeler Chorleiter Hermann Lissmann sagte vor Beginn des Konzertes: "Musik spricht den ganzen Menschen an. Jeder kann sich mit seiner Stimme selbst verwirklichen. Man kann seine Stimme aber nur in der Beziehung zu den übrigen Stimmen der Komposition und mit Rücksicht auf die Mitsingenden gestalten." Die von ihm zwischen die Lieder gestreuten Texte passten inhaltlich ausgezeichnet zum Programm: "Späte Liebe", "Waldlied", "Die Ballade der Trauben" und "Federweißer". Und weil zum Herbst auch der Wein gehört, saßen die Konzertbesucher anschließend bei einem köstlichen Tropfen noch eine Weile zusammen.