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Mit Humor in alte Zeiten

Mit Humor in alte Zeiten

St.Wendel. "Acht, neun, zehn, na was gab's denn da zu seh'n", tönte es am vergangenen Freitag durch die Räume des Impuls - Bildungs- und Kulturzentrums der Stiftung Hospital St.Wendel. Das Publikum klatschte laut mit und stimmte den Song "Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini" mit ein

St.Wendel. "Acht, neun, zehn, na was gab's denn da zu seh'n", tönte es am vergangenen Freitag durch die Räume des Impuls - Bildungs- und Kulturzentrums der Stiftung Hospital St.Wendel. Das Publikum klatschte laut mit und stimmte den Song "Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini" mit ein. Doch nicht nur mit Liedern von Caterina Valente begeisterten die Musiker Gabriele und Alexander Russ in ihrer Fünfziger-und-Sechziger-Jahre-Show "Himbeereis und flotter Käfer" die Zuschauer. "Ich fand auch die Werbung witzig", lobte die 16-jährige Katrin Schneider. Adrett gekleidete Jugendliche flimmerten da über den Bildschirm. Sie saßen gemeinsam am Wohnzimmertisch und feierten. Dann zückten sie nach und nach Taschentücher und beträufelten sie mit Parfüm. Sie schnupperten daran und lächelten sich gegenseitig zu. Bei diesem Spot hallte ein lautes Lachen durch den Saal. "Ich finde es interessant, wie lange die Werbefilme früher dauerten", erklärte der 18-jährige Matthias Bottelberger. Er besuchte gemeinsam mit Katrin Schneider und Katharina Reith die Show und schien von der damaligen Zeit positiv überrascht zu sein. Beate Schmidt kannte hingegen vieles noch aus eigener Erfahrung: "Für mich ist es ein Rückblick in meine Jugend. Es wird sofort alles wieder präsent", schwärmte die 61-jährige Zuschauerin. Vielen ging es ähnlich. Handgemachte MusikDas Publikum klatschte zu Liedern wie "Ich will keine Schokolade", "Little Banjo Boy", oder "Vom Stadtpark die Laternen" mit. "Wir machen handgemachte Musik, das ist uns sehr wichtig", erklärte Alexander Russ. In der Show spielten sie unter anderem Gitarre, Mandoline und verschiedene Percussion-Instrumente. Der 56-jährige Musiker stand mit seiner Ehefrau Gabriele schon 1993 auf der Bühne. "Das Thema fünfziger und sechziger Jahre haben wir seit rund fünf Jahren. Dabei erneuern wir das Programm immer wieder um Werbefilme, Lieder und Parodien", so Russ. Bei Letzteren gab es für die Zuschauer kein Halten mehr. Gabriele und Alexander Russ verwandelten sich in die aus der Mainzer Büttenrede bekannten "Frau Babbisch und Frau Struwwelisch". Auch Herbert Zimmermann, bekannt durch seinen Kommentar bei der Fußballweltmeisterschaft 1954, wurde von Alexander Russ imitiert. Er rief energisch "Tor, Tor", fuchtelte dabei mit den Armen herum, während die Zuschauer applaudierten. "Ich finde die Show gut. Die Lieder habe ich zum Beispiel als Kind gesungen und die Texte waren plötzlich wieder da", lobte Anita Kirsch-Loesgen das musikalische Programm.