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Mg-cbe.maad1Stadtfest feiert 30-jähriges Bestehen

Mg-cbe.maad1Stadtfest feiert 30-jähriges Bestehen

Wadern. Damals, 1978, wurde dieses Ereignis mit einer großen Stadtwoche gefeiert. Diese sollte, so waren die ursprünglichen Pläne, in der Folge als feste Veranstaltung die Einheit der Waderner Stadtteile dokumentieren und außerdem die Festveranstaltung in Wadern mit der größten Außenwirkung sein

Wadern. Damals, 1978, wurde dieses Ereignis mit einer großen Stadtwoche gefeiert. Diese sollte, so waren die ursprünglichen Pläne, in der Folge als feste Veranstaltung die Einheit der Waderner Stadtteile dokumentieren und außerdem die Festveranstaltung in Wadern mit der größten Außenwirkung sein. Die zweite Stadtwoche gab es 1980, damals anlässlich der Einweihung des Noswendeler Sees. In den folgenden beiden Jahren organisierte der Verein für Handel, Gewerbe und freie Berufe in Wadern die Stadtwoche. Allerdings war die Resonanz damals nicht so wie erhofft, so dass die Veranstaltung eine zweijährige Pause einlegte. 1985 gab es dann, unter neuem Namen und mit neuer Konzeption, einen neuen Anlauf - den ersten "Waderner Maad". Das Festkonzept nahm fortan Bezug auf die Verleihung der Marktrechte für Wadern durch Graf Joseph Anton von Öttingen-Sötern im Jahr 1765, es wurden dadurch auch historische Elemente wie das Marktdekret in das Festgeschehen integriert. Träger der Stadtfestes war in den ersten Jahren wieder der Verein für Handel, Gewerbe und freie Berufe, unterstützt von der Stadt Wadern. Von 1987 bis 1990 übernahm der Gewerbeverein ohne städtische Unterstützung die Trägerschaft, bis er sie aus finanziellen Gründen wieder abgab. Die Suche nach einem neuen Träger blieb zunächst erfolglos, so dass 1993 die Stadt selbst als Festveranstalter auftrat. Erst 1994 konnte mit dem Verein für Heimatkunde ein neuer Träger des "Waderner Maads" gefunden werden, der das Fest auf der Grundlage der Mitte der 80er Jahre entwickelten historischen Konzeption wieder ins Laufen bringen sollte.Viele historische ElementeZu den historischen Programm-Bausteinen des Waderner Stadtfestes gehören das Eröffnungszeremoniell, das Folklore-Tanzprogramm, der traditionelle "Besuch des Grafen" auf dem Fest und der Zapfenstreich der Dagstuhler Grenadiere. Aufgabe des Festausschusses, dem neben Mitgliedern des Vereins für Heimatkunde der Ortsvorsteher der Stadt Wadern, Vertreter des Stadtrates sowie weitere Kulturinteressierte angehören, ist es, neben der Gestaltung des Musik- und Unterhaltungsprogrammes, die für das Fest benötigte Versorgungs-Infrastruktur bereitzustellen. An dem Ausschank auf dem "Waderner Maad" beteiligen sich Vereine aus dem Stadtgebiet sowie Gastronomen. Finanziert wird all das durch die Standgebühren, welche von mitwirkenden Vereinen und Gastronomen erhoben werden, sowie durch Zuschüsse der Stadt Wadern. Die allerdings sind angesichts der angespannten Haushaltslage der kommunalen Kassen in der Tendenz rückläufig. Von Anfangs 25000 D-Mark im Jahr 1994 reduzierte sich der städtische Zuschuss zuletzt auf 5000 Euro. Unentgeltliche Unterstützung bei der Abwicklung des Festes kommt darüber hinaus vom städtischen Bauhof. Weitgehend stabil geblieben ist das Budget, das in den vergangenen Jahren für Programm, Werbung, Infrastruktur und Organisation ausgegeben wurde: Dieser Betrag bewegt sich jährlich zwischen 30000 und 35000 Euro. Nach Angaben der Festorganisatoren vom Heimatkunde-Verein verzeichnet der "Waderner Maad" alljährlich rund 20000 Besucher.