Marpinger Verein engagiert sich

Marpinger Verein engagiert sich

Marpingen. 1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog (CDU) den 27. Januar zum Nationalen Gedenktag für die Opfer der Nazi-Verbrechen erhoben. An diesem Tag wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die russische Armee befreit

Marpingen. 1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog (CDU) den 27. Januar zum Nationalen Gedenktag für die Opfer der Nazi-Verbrechen erhoben. An diesem Tag wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die russische Armee befreit. Bis dahin gab es keinen offiziellen Tag, an dem die deutsche Nation als Ganzes der Opfer des nationalsozialistischen Wahnsinns in Deutschland gedacht hat. Traditionell begeht die deutsche Öffentlichkeit den Volkstrauertag, an dem man an die Kriegstoten der beiden Weltkriege erinnert. Aber einen eigenen Tag, an dem der Opfer der Verbrechen, die in deutschem Namen begangen wurden, gedacht wird, gab es bis dahin in Deutschland nicht. Juden, Sinti, Roma, Homosexuelle, Behinderte, Regimegegner, Widerständler und viele andere Opfer, die in Konzentrationslagern umgebracht wurden, ebenso wie Zwangsarbeiter und Deserteure hatten keinen eigenen besonderen Gedenktag. Dies ist nun seit 1996 anders. Und der Marpinger Verein Wider das Vergessen und gegen Rassismus, der nun schon zum zwölften Mal die Feier durchführt, will mit dazu beitragen, dass sich dieser Nationale Gedenktag für die Opfer der Nazi-Verbrechen in den Köpfen und Herzen der Bevölkerung ebenso etabliert wie im Terminkalender des Kreises St. Wendel und der Gemeinden. Deshalb wird die gesamte Kreis-Bevölkerung zur Begehung des Nationalen Gedenktages nach Marpingen eingeladen. Da der 27. Januar dieses Jahr auf einen Dienstag fällt, ist die Gedenkfeier schon am Samstag, 24. Januar, 16 Uhr, mit Kranzniederlegung an der Erinnerungstafel für den Marpinger Sozialdemokraten Alois Kunz, der in Auschwitz ermordet wurde. red

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