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Zur Blutabnahme Station im Spezial-Bus machen

Zur Blutabnahme Station im Spezial-Bus machen

Alsweiler. Da staunten die Alsweiler Bürger am Mittwochabend nicht schlecht, als sie am Pfarrheim auf verschlossene Türen stießen. Zwar gab es hier noch die gewohnte gute Stärkung nach der Blutspende, doch Anmeldung, Labor, Voruntersuchung und sogar Blutspende fanden ganz ungewohnt in einem Bus, oder wie es offiziell beim DRK West heißt, Entnahmemobil statt

Alsweiler. Da staunten die Alsweiler Bürger am Mittwochabend nicht schlecht, als sie am Pfarrheim auf verschlossene Türen stießen. Zwar gab es hier noch die gewohnte gute Stärkung nach der Blutspende, doch Anmeldung, Labor, Voruntersuchung und sogar Blutspende fanden ganz ungewohnt in einem Bus, oder wie es offiziell beim DRK West heißt, Entnahmemobil statt."Ich war gleich begeistert, als wir vom Blutspendedienst angesprochen wurden, ob wir hier in Alsweiler einmal diesen Bus zu Gast haben wollen. Ich denke, das wird so schnell nicht mehr vorkommen", erklärte Manfred Recktenwald, Ehrenmitglied und "Mädchen für Alles" beim DRK Alsweiler, wie er liebevoll von seinen Mitstreitern genannt wird. Auch er hätte gerne seine inzwischen 80. Blutspende in dem hochmodernen Mobil absolviert, doch der Arzt riet ihm nach einer kleinen Zahnoperation davon ab. Ein kleines Jubiläum feierte Hannelore Schäfer. Sie erhielt aus den Händen des Ehrenmitglieds für 25 Spenden ein Präsent. Und da sie nun einmal schon zum Pfarrheim gekommen war, spendete auch sie in dem Mobil Blut, obwohl sie, wie sie erklärte, mit der Enge so ihre Probleme hatte. Ein Labor, eine eigene Arztkabine und sechs hochmoderne Entnahmeplätze bietet der 12,20 Meter lange Bus. Gleich am Eingang empfing James Duane die Spender und war für die Voruntersuchungen verantwortlich. "Normalerweise stehen wir auf öffentlichen Plätzen oder in Fußgängerzonen und wollen mit dem modernen Bus neue Spender gewinnen. Für ein Spenderaufkommen wie hier in Alsweiler ist der Bus eigentlich viel zu klein", erzählte er, während er Hannelore Schäfer ein paar Tropfen Blut zur Laboruntersuchung abnahm. Dann ging es für sie weiter zum Arztgespräch. Das fand, wie auch bei den Spenden üblich, unter vier Augen statt. Anschließend hieß es wie gewohnt Platz nehmen, entspannen und nach sieben Minuten war sie zum 26. Mal um einen halben Liter Blut ärmer. Während sie noch kurz entspannte, bereitete Pia Kiersch bereits den nächsten Spender vor. "Das Arbeiten hier ist ganz anders. Es ist sehr eng und wir können nicht auf die sonst üblichen Helfer bauen. Da würden wir uns nur gegenseitig im Weg herumlaufen", erzählte sie. Sehr beengt fühlte sich auch Schäfer, die sichtlich erleichtert endlich wieder das Mobil verlassen durfte. "Ich bin froh, wenn beim nächsten Mal wieder die Liegen im Pfarrheim stehen. Das hier war mir alles viel zu eng", erklärte sie. Dass sie auch beim nächsten Termin mit dabei ist, steht für sie außer Frage. "Blutspenden ist doch eine gute Sache. Damals hat mich eine Freundin mitgenommen und seither bin ich regelmäßig dabei. Und das sollten auch andere Menschen so halten", sagte sie. cim

Auf einen BlickFolgende Blutspender wurden im Rahmen der Blutspende in Alsweiler für ihre Treue ausgezeichnet: Christel Mörsdorf (zehn Spenden), Hannelore Schäfer (25 Spenden), Bernd Morbach, Ursula Brill (jeweils 40 Spenden), Gertrud Ohlmann, Christoph Hubertus (jeweils 75 Spenden). cim