Volker Teklik feiert silbernes Preisterjubiläum

Teklik feiert Priester-Jubiläum in Marpingen : 25 Jahre im Dienste des Herrn

Volker Teklik ist seit einem Vierteljahrhundert als Seelsorger tätig. Das soll an Maria Himmelfahrt gefeiert werden.

Geboren 1967 in Völklingen und aufgewachsen im Stadtteil Röchlinghöhe, war der Priester der Pfarreiengemeinschaft Marpingen, Volker Teklik, schon früh kirchlich engagiert. Ob als Messdiener, Chormitglied oder gar an der Orgel. Seine Begeisterung für die Kirche habe der Pfarrer seiner Heimatgemeinde geweckt, sodass er schon in der zweiten Klasse auf die Frage des Lehrers nach seinem Berufswunsch geantwortet habe: „Ich will Pastor werden“, erinnert sich Teklik. Er habe seine Meinung in der Folgezeit zwar noch mehrfach geändert, sei sich jedoch schon vor der Abiturprüfung sicher gewesen, dass das Priesteramt das Richtige für seine berufliche Zukunft sei.

So begann Volker Teklik im Jahr 1987 sein Theologiestudium in Trier und besuchte das Priesterseminar. Nach dem Abschluss des Studiums im Jahr 1992 war er für ein Jahr als Diakon in Stadtkyll (Eifel) tätig. Am 9. Juli 1994 wurde er von Bischof Hermann-Josef im Hohen Dom zu Trier zum Priester geweiht. Danach war Teklik als Kaplan in Bitburg und als Vikar in Schwarzenholz und Reisbach/Obersalbach eingesetzt, bevor er elf Jahre lang Pastor der Pfarreiengemeinschaft Wadgassen-Differten/Friedrichweiler war. Der Geistliche berichtet, dass er im Jahr 2011 seine Arbeit in der Pfarreiengemeinschaft Maria Himmelfahrt Marpingen aufgenommen habe. Dort sei er in den Dörfern Marpingen, Alsweiler, Berschweiler und Urexweiler Ansprechpartner für 8000 Gläubige. Zusätzlich stehe er der Pfarrverwaltung der Pfarreiengemeinschaft Oberthal-Namborn vor. Er fühle sich sehr wohl im nördlichen Saarland: „Wir haben eine sehr lebendige Pfarreiengemeinschaft, die einzelnen Orte sind vorbildlich aufeinander zugegangen. Wir sind quasi gemeinsam zusammengewachsen, denn zeitgleich mit meinem Wechsel nach Marpingen entstand im Zuge der Strukturreform auch die Pfarreiengemeinschaft.“ Aber gute Priesterarbeit sei nur im Team möglich, weshalb er auch sehr dankbar sei, Pfarrer Wolfgang Breininger, Kaplan Justin Jenito Sammanasu, die Gemeinedereferenten Andreas Diegler und Stephanie Backes sowie Diakon Wolfgang Schu an seiner Seite zu wissen.

Die Pfarrseelsorge mache für ihn den besonderen Reiz seines Berufes aus: „Es ist schön, in allen Lebenslagen Freud’ und Leid zu teilen, zusammen den Gottesdienst zu feiern und Kontakt zu den unterschiedlichsten Interessengruppen zu halten. Ich habe mit allen Altersklassen zu tun, mit gesunden wie mit kranken Menschen.“ Volker Teklik hofft, dass auch nach dem großen Schnitt, der Entstehung von Großpfarreien, noch Nähe zum Einzelnen möglich sei.

Sehr erschüttert zeigt sich der Pastor vom Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Obgleich seine Pfarrgemeinde noch sehr aktiv sei, habe man vermehrt Austritte hinnehmen müssen, die sicher unter anderem auf ebendiese Vorfälle zurückzuführen seien. Auch die Mitarbeit von Frauen in der Kirche hält der Priester für wichtig: „Bei uns arbeiten sehr viele Frauen mit, teils mit großen Kompetenzen. Im Bistum gibt es einige Frauen in Führungspositionen, aber die Frage der Weihe für Frauen muss für die ganze Kirche und von oben gelöst werden.“

Teklik sagt, es mache ihm große Freude, die Kommunionkinder vorzubereiten und auf ihrem Weg zu begleiten. Feiertage liegen ihm ebenfalls am Herzen: „Schon im Vorfeld arbeitet man zusammen, pflegt das Brauchtum und feiert dann gemeinsam die heilige Messe.“

Pfarrer Volker Teklik im SZ- Gespräch. Foto: Jennifer Fell. Foto: Jennifer Fell

Zu Pastor Tekliks silbernem Priesterjubiläum veranstaltet die Pfarreiengemeinschaft Marpingen am Donnerstag, 15. August, dem Patronatsfest Maria Himmelfahrt, eine große Jubiläumsfeier. Begonnen wird um 10.30 Uhr mit einem Festhochamt, im Anschluss lädt die Pfarrgemeinde auf die Pfarrwiese. Dort wolle man zwanglos zusammen sitzen und miteinander ins Gespräch kommen, so der Pastor. Die Feierlichkeiten beschließe man dann mit einer Dankvesper um 17 Uhr.

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