Trommeln für ein gute Kindheit

Marpingen. Es waren ungewöhnliche Preise, die es zu gewinnen gab: den Auftritt einer Showtanzgruppe, Eier von glücklichen Hühnern, Kunstwerke und Hausaufgabengutscheine

Marpingen. Es waren ungewöhnliche Preise, die es zu gewinnen gab: den Auftritt einer Showtanzgruppe, Eier von glücklichen Hühnern, Kunstwerke und Hausaufgabengutscheine. Und das alles und noch viel mehr für einen guten Zweck: "Im Mittelpunkt unseres Festes steht die Unterstützung unserer Partnerschule in Sao Paulo in Brasilien, der noch ein Kinderheim und weitere Sozialeinrichtungen angegliedert sind", erklärt Edmund Hinsberger, Schulleiter der Gesamtschule Marpingen und Initiator der Benefizveranstaltung "Una Noite Brasileira". Neben Informationen über die schwierige soziale Situation in den Favelas, den Slums der brasilianischen Megastädte, stand aber auch das gemeinsame Feiern: Die Marpinger Sambagruppe "Samba Total" heizte ordentlich ein, die Schüler-Lehrer-Band der Gesamtschule bot stimmungsvolle Musik, die zu fortgeschrittener Stunde in Unterhaltungsmusik überging und die Tanzfläche füllte. Die Aula der Gesamtschule Marpingen hatte sich in Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern in eine südamerikanische Strandbar verwandelt, die natürlich auch original Brasilianisches im Angebot hatte. Martin Mathias, Zauberkünstler und Lehrer der Gesamtschule in einer Person, führte unterhaltsam durch den Abend und durfte auch die ungewöhnlichen Preise der Tombola vergeben, die von den Lehrern, Schülern und Eltern zur Verfügung gestellt wurden.Schüler der Oberstufe übernahmen die Bewirtung, die Eltern stellten das umfangreiche Büfett, zahlreiche Sponsoren aus dem Kreis St. Wendel unterstützten logistisch und finanziell den Abend. So konnte man von einer echten Gemeinschaftsaktion sprechen. Viel Lob hierfür gab es daher auch vom Vorsitzenden des Deutsch-Brasilianischen Freundschaftskreises, Klaus Lauck, der zugleich einen Scheck von 250 Euro überreichte. Dass die eingenommen Spenden sowie der Erlös der Benefizveranstaltung auch genau dorthin gelangen, wo Unterstützung benötigt wird, dafür ist gesorgt: André Hinsberger, Sohn des Marpinger Schulleiters, lebt seit über zehn Jahren in Sao Paolo und arbeitet vor Ort im Casa do Zezinho. Anfang Juni wird ein Spendenlauf diese Hilfsaktion abschließen. Alle Einnahmen werden dann der besseren Ausstattung des Kinderheims in Sao Paulo zugutekommen. In diesem Sinne ist das Casa do Zezinho zwar ganz weit weg in Südamerika, aber - wie sich es im Engagement seiner Marpinger Partner zeigt - doch auch ganz nah. red