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Selbstbau-Traumflieger heimgeholtSelbstbau-Traumflieger heimgeholt

Selbstbau-Traumflieger heimgeholtSelbstbau-Traumflieger heimgeholt

Marpingen. Acht Monate lang hat es gedauert. Jetzt sind die drei saarländischen Hobbypiloten Manfred Albrecht, Hartwig Baron und Georg Pusse am Ziel. Bei prächtigem Sommerwetter landete das moderne Leichtflugzeug vom Typ "DynAiro MCR4S" erstmals auf dem Flugplatz Marpingen

Marpingen. Acht Monate lang hat es gedauert. Jetzt sind die drei saarländischen Hobbypiloten Manfred Albrecht, Hartwig Baron und Georg Pusse am Ziel. Bei prächtigem Sommerwetter landete das moderne Leichtflugzeug vom Typ "DynAiro MCR4S" erstmals auf dem Flugplatz Marpingen. 2300 Arbeitsstunden hatte das Trio in seiner Freizeit in den Selbstbau des 115 PS-starken Sportflugzeuges investiert, das eine Höchstgeschwindigkeit von 306 Stundenkilometern erreichen kann. Nach sechsmonatiger Bauzeit und achtwöchigem Zulassungsprocedere beim französischen Hersteller konnte die schnittige Maschine von Dijon nach Marpingen überführt werden. Dort wird das fertiggestellte Bausatzflugzeug dem Luftsportverein Kreis Sankt Wendel als neue Schleppmaschine und für Rundflüge zur Verfügung stehen. Zahlreiche Freunde und Bekannte der drei Hobbypiloten klatschten Beifall, als der weiße Flieger mit dem Kennzeichen "F-PHAG" nach 90-minütigem Flug von Dijon erstmals in Marpingen aufsetzte. An der "Luftüberführung" beteiligt waren Hartwig Baron, Thomas und Sascha Albrecht - Söhne des mehrfachen Marpinger Segelflug-Weltrekordlers Manfred Albrecht - sowie Georg Pusse. "Das Flugzeug ist ein Traum und eine Bereicherung für den Flugplatz Marpingen", schwärmt Albrecht senior, der im Ort ein Autohaus betreibt. Der aus modernsten Materialien hergestellte Flieger ist äußerst umweltfreundlich, da er sehr wenig Treibstoff verbraucht und sehr geräuscharm betrieben werden kann. "Es ist der leiseste Flieger, der momentan in Marpingen stationiert ist", erläutert Albrecht. Bei einer moderaten Reisefluggeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern verbraucht der Flieger nur 12,5 Liter Treibstoff pro Stunde. Beim Flug einer vierköpfigen Besatzung liegt der Verbrauch somit nur bei 1,56 Litern für eine Strecke von 100 Kilometer. Ein eingebautes Fallschirmrettungssystem macht den Flieger zu einem der sichersten seiner Art. Die Fluglage dieses Sportflugzeuges ist so robust, dass selbst Gewitterfronten mit hoher Geschwindigkeit durchflogen werden können. Sobald die von der Zulassungsbehörde geforderten kleineren technischen Nachbesserungen ausgeführt sind, steht das Flugzeug für Vereinszwecke auf dem Marpinger Flugplatz zur Verfügung.