Rettungsdiensttag Vereinshaus wurde zur Rettungswache

Alsweiler · Das Jugendrotkreuz Alsweiler veranstaltete seinen Rettungsdienst-Tag gemeinsam mit dem Berufsfeuerwehr-Tag.

 Das Jugendrotkreuz Alsweiler veranstaltete (endlich wieder) seinen Rettunsgdiensttag gemeinsam mit dem Berufsfeuerwehrtag der Jugendwehren der Gemeinde Marpingen.

Das Jugendrotkreuz Alsweiler veranstaltete (endlich wieder) seinen Rettunsgdiensttag gemeinsam mit dem Berufsfeuerwehrtag der Jugendwehren der Gemeinde Marpingen.

Foto: Diana Werkle/Daniela Werkle

In Alsweiler ging es heiß her. 24 Stunden lang hörte man ständig in der ganzen Gemeinde Marpingen Martinshornsignale! Was da wohl los war?

Das Jugendrotkreuz (JRK) Alsweiler veranstaltete (endlich wieder) seinen Rettunsgdienst-Tag gemeinsam mit dem Berufsfeuerwehr-Tag der Jugendwehren der Gemeinde Marpingen, wie eine Sprecherin des JRK Alsweiler mitteilt.

In diesen Stunden wird das Vereinshaus Alsweiler zur Rettungswache, in der sich die Kinder und Jugendlichen 24 Stunden fühlen können wie im Rettungsdienst. Sie bleiben aber nicht den ganzen Tag auf der „Wache“. Man fährt auch regelmäßig zu Einsätzen, zu denen man alarmiert wird.

Dieses Jahr standen bei Einsätzen alleine auf dem Plan: bewusstlose Person, eine Sportverletzung beim Inliner-Fahren, ein Schock, eine schlimme Kopfverletzung, ein Herzinfarkt und mehr. Gemeinsam mit der Feuerwehr erweiterte sich dann auch das Aufgabenfeld, hinzu kamen Meldungen wie „Schock mit Wirbelsäulentrauma nach Verkehrsunfall“, stark blutende Wunden, ein Polytrauma mit Pfählungsverletzung im Wald und selbstverständlich zahlreiche Verbrennungen, Rauchvergiftungen und Reanimationen.

Dabei ist es die Aufgabe der JRK‘ler, die Patienten situationsgerecht und richtig zu versorgen. Allem voran geht dort die Betreuung. „Das ist auch etwas, das jeder zu Hause schon umsetzen kann“, wie es heißt. Wenn man in einem Notfall Hilfe leiste, habe es oberste Priorität, mit dem Patienten zu sprechen, ihn zu beruhigen, zu erklären, was gerade geschieht und einfach da zu sein. Kinderleicht und doch so wirkungsvoll. Neben der Versorgung der Patienten dürfen alle auch mal selbst Patient sein. Passend zur Situation wird man mit Spezialschminke geschminkt und schauspielert dann die dazugehörigen Symptome. So erfährt man auch mal aus der anderen Sicht, wie solch ein Notfall sich anfühlt.

Leider hat man aber nicht nur mit den eigentlichen Patienten zu tun. Oft gibt es Zuschauer, die das Geschehen stören. An diesem Tag war das eine betrunkene Person, die alle Rettungskräfte nervte, besorgte Angehörige sowie eine Journalistin der Presse.

Alles in allem war es ein gelungener Tag, bei dem alle viel Spaß hatten und viel gelernt wurde, wie der Sprecher weiter mitteilt: „Wir sind froh, dass es nach einer zweijährigen Zwangspause nun endlich wieder richtig losgehen konnte.“

 Neben der Versorgung der Patienten dürfen alle auch mal selbst Patient sein. Passend zur Situation wird man mit Spezialschminke geschminkt und schauspielert dann die dazugehörigen Symptome.

Neben der Versorgung der Patienten dürfen alle auch mal selbst Patient sein. Passend zur Situation wird man mit Spezialschminke geschminkt und schauspielert dann die dazugehörigen Symptome.

Foto: Daniela Werkle

Ein großer Dank geht an alle Vertreter der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Marpingen, an das DRK Alsweiler und an das DRK Winterbach für ihre Unterstützung und Kooperation. Ohne diese Beteiligten wäre ein Rettunsgdiensttag in dieser Form nicht möglich, heißt es weiter. 

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