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Nikolausaktion der 13er-Klassen an der Gemeinschaftsschule Marpingen.

Gemeinschaftsschule Marpingen : Nikolaus ist fair und traditionsbewusst

Trotz Corona gab es in der Gemeinschaftsschule Marpingen eine Aktion der 13er Klassen.

Der Nikolaus und das Christkind beschenkten trotz Corona, Masken und Abstandregel die rund 1000 Schüler der Gemeinschaftsschule Marpingen, ihre Lehrer und die Damen des Sekretariats wie auch den Hausmeister Toni. Auf Initiative von Ute Karl, Vorsitzende des Fachbereiches Religion, und Vera Heintz, Religionslehrerin und Koordinatorin der Schulleitung, kümmerten sich Schüler der drei 13er Klassen darum, dass trotz der pandemiebedingten Einschränkungen Christkind wie Heiliger Nikolas  den Weg nach Marpingen fanden. Problematisch hätte der Zutritt zur Schule werden können, sind doch die drei Hauptzugänge jeweils für Schüler bestimmter Jahrgangsstufen reserviert. Es habe sich hierbei als glückliche Fügung erwiesen, dass sich hinter dem Marpinger Nikolaus Jonas Fuchs und hinter dem Christkind Cecile Kilian, beide Schüler der Stufe 13, verbargen, teilt ein Sprecher der Schule mit. So habe man – im himmlischen Kostüm – den Oberstufeneingang wählen und ein wenig Abwechslung und Lebensfreude in den Schul- und Corona-Alltag bringen können.

Nicht nur die beiden vorweihnachtlichen Boten hatten Spaß daran, an jede und jeden der rund 1000 Schülern einen kleinen Fair-Trade-Schoko-Nikolaus zu verteilen. Gesponsert wurde diese süße Überraschung von der Gepa, der Fair-Trade-Company, und sie fand über Michael Werth, Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Dritte Welt, Alsweiler, ihren Weg in den Geschenkesack des Nikolaus’. Zusammen mit den jungen Erwachsenen der Stufe 13 wurden aber nicht nur faire Präsente verteilt. In der Woche zuvor konnte jeder, der wollte, für Mitschüler, Kollegen und Mitarbeiter der Schule ein etwas größeres Nikolausexemplar aus biologisch produzierter und fair gehandelter Schokolade bestellen, die dann von Nikolaus Jonas und Christkind Cécile überreicht wurden. So verschenkte man nicht nur Schokolade, sondern auch eine ganze Menge Freude, glänzende Augen und Lachfalten, so der Sprecher weiter.

Übrigens: „Wir haben uns bewusst für den Nikolaus und gegen den Weihnachtsmann entschieden“, sind sich Rocco, Lena und Sharleen einig. Denn es sei ja der historische Nikolaus aus Myra in der heutigen Türkei, auf dessen Barmherzigkeit und Anteilnahme das Fest und das gegenseitige Beschenken zurückgehe. Der Weihnachtsmann dagegen sei die amerikanische Übernahme des barmherzigen Schenkens als Geschäftsmodell, und dabei wolle man nicht mitmachen.

So zeigte sich das Marpinger Schokoladen-Geschenk nicht nur im fairen, sondern auch im bischöflichen Gewand und warb dafür, beim bevorstehenden Weihnachtsfest wieder mehr auf die innere Freude denn auf Größe und Quantität zu achten. Um 14 Uhr traten Nikolaus und Christkind dann die Heimreise an und nahmen als Weihnachtswunsch von nicht wenigen die Hoffnung auf ein Ende der Corona-Pandemie mit, damit das Leben von vielen Menschen gerettet und ein normales Leben wieder möglich werde.

Christkind Cécile Kilian und Nikolaus Jonas Fuchs mit (auf der linken Seite) Sharleen, Lena und Rocco. Rechts stehen Ute Karl, Vera Heintz und Michael Werth. Foto: Markus Mörsdorf/Schule
Christkind Cécile Kilian, Nikolaus Jonas und Helferin Sharleen. Foto: Markus Mörsdorf/Schule Foto: Markus Mörsdorf/Schule

Die Marpinger Nikolausaktion soll Teil des Engagements der Schule sein, junge Menschen für den wahren Wert von Nahrungsmitteln und deren Qualität zu sensibilisieren mit dem Ziel, das Siegel Fairtrade-Schule tragen zu dürfen.