1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Marpingen

Nach Aufstieg: Nachwuchs-Handballerinnen mit Heimspiel in der Bundesliga

Handball : Moskitos greifen in der Bundesliga an

Die A-Jugend-Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler starten an diesem Samstag mit einem Heimspiel in die Saison.

Es ist so weit: Mit dem Nachwuchs der HSG Marpingen-Alsweiler spielt erstmals ein saarländisches Handball-Team in der weiblichen A-Jugend-Bundesliga. Und die Mädels werden gleich zu Beginn mit einem Doppelspieltag gefordert. Die Premieren-Begegnung steigt an diesem Samstag, 14 Uhr, in der Marpinger Sporthalle gegen den bayerischen Vertreter TSV Haunstetten. An diesem  Sonntag, 13.30 Uhr, geht es dann zur SG Kappelwindeck/Steinbach nahe Baden-Baden. Weitere Gegner in der Gruppe 4 sind die TSG Friesenheim sowie SG BBM Bietigheim.

„Wir freuen uns alle, dass es losgeht“, sagt Trainer Jürgen Hartz, der das Team gemeinsam mit Sebastian Franz und Torwarttrainer Dirk Wagner in der Eliteklasse betreut. Zur Orientierung: Die weibliche Jugendbundesliga spielt in der Saison 2020/21 mit insgesamt 40 Mannschaften, eingeteilt in acht Gruppen. „Die ersten Beiden jeder Gruppe kommen in die nächste Runde, die dann mit 16 Teams ausgetragen wird“, erläutert Hartz den Modus.

Bei der Gruppenauslosung, so ergänzt er, sei die HSG super weggekommen. „Gegen die kilometermäßig am weitest entfernten Gegner aus Haunstetten und Bietigheim haben wir Heimrecht“, sagt der 53-Jährige. Ein Problem aber gibt es: Aktuelles Videomaterial über Auftaktgegner Haunstetten besitzt das Trainerteam nicht. „Daher müssen wir umso aufmerksamer ins Spiel gehen“, fordert der Übungsleiter.

Ziel des Projektes sei, dass der ältere Jahrgang des Perspektivkaders, der ein Durchschnittsalter von 16,4 Jahren aufweist, Spielpraxis auf hohem Niveau bekommt und im Team die Verantwortung übernimmt. „Dadurch können die Spielerinnen die Lücke zu den Anforderungen in der 3. Liga der Damen mehr und mehr schließen“, sagt Hartz. Dagegen sollen die Spielerinnen aus den jüngeren Jahrgängen an das gestiegene Leistungsniveau herangeführt werden, um dann in zwei, drei Jahren die Führungspositionen zu übernehmen.

„Die Spielerinnen können sich in der Bundesliga mit den Besten in ihren Altersklassen messen, wodurch sie sich dann auch ihre individuelle Entwicklung verbessert“, freut sich Hartz. Neben der immensen Bedeutung für die Nachwuchsarbeit der Moskitos blickt der Ex-Nationalspieler auch über den Tellerrand hinaus. „Der Sprung in die weibliche Bundesliga passt irgendwo in die Gesamtentwicklung des saarländischen Handballs. Denn was die Förderung der Jugend angeht, ist in den zurückliegenden Jahren etwas gereift und das ist schön zu beobachten“, findet Hartz.

Völlig klar, dass er mit seinem Team in der Gruppe 4 auch etwas reißen will. „Wir haben uns vernünftig auf die Aufgabe vorbereitet und nehmen die Gegner, so wie sie kommen.“

Spielerinnen und Trainertrio treffen sich an diesem Samstag ab 11.15 Uhr zum gemeinsamen zweiten Frühstück. „Dann sind alle zusammen, können miteinander reden – und die Nervosität beim Einzelnen übernimmt nicht Überhand“, spricht der Trainer aus Erfahrung. Wie auch schon beim Qualifikationsspiel gegen den TuS Kirn müssen strikte Hygieneregeln sowie der vorgeschriebene Mindestabstand in der Marpinger Sporthalle eingehalten werden. Laut HSG-Pressewart Patrick König sind maximal 120 Zuschauer zu der Partie zugelassen.