Müller sagt am Samstag Servus

Schlusspfiff für Handball-Trainer Jürgen Müller in der Marpinger Sporthalle. An diesem Samstag, 20 Uhr, sitzt der 53-Jährige bei der abschließenden Saarlandliga-Partie gegen den Tabellensiebten SV Zweibrücken II zum letzten Mal auf der Bank der HSG Nordsaar. Im Februar hatte Müller die Vereinsführung informiert, dass er nach der Saison seine Trainertätigkeit bei der HSG aus privaten Gründen beenden wird. "Es war ein gutes und interessantes Jahr für mich", resümiert der Übungsleiter aus Werschweiler zufrieden. Aus dem Nichts hatte er zu Saisonbeginn ein Team formen müssen, mit dem er zwischendrin bis auf den zweiten Tabellenplatz geklettert war. "Durch besondere personelle Umstände haben wir leider in den vergangenen beiden Spielen keine Punkte geholt und sind auf Platz vier gerutscht", bedauert Müller. Aber mit einem Sieg über Zweibrücken und Punktverlusten der HSG Saarbrücken bei Meister Niederwürzbach und des HC Dillingen-Diefflen bei Illtal II könnte die HSG bei Müllers Abschied doch noch die Vizemeisterschaft feiern. "Dafür wird sich die Mannschaft noch mal richtig reinhängen", ist Müller überzeugt.

So ganz werde er sich übrigens nicht vom Handballsport zurückziehen und noch oft genug in der Halle sein. Seine Tochter Joline wirft ihre Tore bei Zweitligist DJK/MJC Trier, Sohn Jerome gehört zu den Leistungsträgern des Zweitligisten HG Saarlouis. Müllers Nachfolger wird Marco Heidemann (wir berichteten), der als Trainer mit der zweiten Mannschaft der HSG im Abstiegskampf steckt. Im Vorspiel (Samstag, ab 18 Uhr) muss Heidemann mit seinem Team einen Sieg gegen den TV Kirkel einfahren und gleichzeitig auf Niederlagen der Konkurrenten hoffen, dann wäre die weitere Verbandsliga-Zugehörigkeit gesichert. Kommende Spielzeit einen Saarlandligisten zu trainieren, stellt für den 39-Jährigen nicht unbedingt eine große Hürde dar. "Ich kenne die Mannschaft vom gemeinsamen Training, und die Liga ist für mich nicht neu", sagt der Ex-Oberliga-Akteur von den HF Illtal. Drei Jahre war er beim Nachbarverein als Spielertrainer der Zweiten im Einsatz. Mit seinen künftigen Spielern hat er erste Gespräche geführt. "Weitestgehend bleibt die Mannschaft zusammen. Nach jetzigem Stand haben wir berufsbedingt zwei Wackelkandidaten, aber die Problematik haben wir schon länger", sagt Heidemann.

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