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Moskitos haben Platz drei im Visier

Moskitos haben Platz drei im Visier

Zwei Monate sitzt Thorsten Hell nun auf der Trainerbank des Handball-Oberligisten HSG Marpingen-Alsweiler. Zwei Siege und zwei Unentschieden hat er eingefahren. Mit einem Erfolg im Heimspiel an diesem Samstag, 20 Uhr, gegen die SG Ottersheim würden die Moskitos Tabellenplatz drei übernehmen.

Es ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler sind seit sechs Spielen ungeschlagen. Ein Sieg gegen den Tabellen-Dritten SG Ottersheim (20:8 Punkte), der eine Partie mehr absolviert hat - und die Moskitos (18:8) würden den Platz mit dem Konkurrenten tauschen. Anpfiff der Partie in der Marpinger Sporthalle ist am morgigen Samstag um 20 Uhr. "Wir wollen das Spiel gewinnen, damit wir uns vorne richtig festsetzen können", sagt HSG-Trainer Thorsten Hell.

Klar vorneweg marschiert in der Oberliga derzeit Spitzenreiter Roude Léiw Bascharage, dem die Moskitos beim 26:26-Unentschieden den bislang einzigen Verlustpunkt der Saison verpasst hatten. Es war das zweite Spiel der Moskitos mit Hell als Trainer.

Ende November war der 30-Jährige wie aus dem Nichts für den zurückgetretenen Tobias Frei zur HSG gekommen. Eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut hat. Im Gegenteil. In den zwei Monaten seiner Amtszeit hat er positive Eindrücke gesammelt. "Die Trainingsarbeit funktioniert bestens, die Mädels ziehen gut mit. Es wird gut und zielgerichtet trainiert", sagt der 40-Jährige.

Für ihn hat sich der Handball in den vergangenen Jahren während seiner Abwesenheit nicht groß verändert. "Der größte Unterschied für mich selbst ist, dass die Spielvorbereitung in der Oberliga durch die Videoanalyse viel detaillierter ist, als noch vor Jahren beim TV Dirmingen in der Saarlandliga", erzählt Hell. Dies liege ihm, weil sich so bestimmte Sachen viel anschaulicher erklären ließen.

Am Spiel der Moskitos selbst habe er nichts groß umkrempeln müssen. "Ich habe eine eingespielte Mannschaft übernommen, in der schon vieles funktionierte. An Details wie einer besseren Quote bei der Chancenverwertung muss man immer wieder arbeiten."

Während seines Videostudiums vor dem kommenden Heimspiel hat er bei den Ottersheimerinnen eine ähnliche Spielweise ausmachen können, wie sie auch das Spiel von seiner Truppe auszeichnet: "Die SG setzt in erster Linie auf das Tempo-Gegenstoßspiel über die erste und zweite Welle", berichtet Hell. Auch deshalb geht er von einem hart umkämpften Spiel zweier Teams auf Augenhöhe aus. Wichtig sei dabei: Nach jedem Torabschluss müsse bei seiner Mannschaft die Rückwärtsbewegung stimmen. "Durch eine gute Abwehrarbeit müssen wir die komplexen Abläufe im Angriff der SG unterbinden", fordert der Trainer. Was dabei hilft: Nach der Winterpause und dem lockeren 31:13 beim TV Schifferstadt vor einer Woche sind alle Spielerinnen fit und brennen darauf, die 31:34-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen.

In der Saarlandliga der Männer tritt der Tabellenzweite HSG Nordsaar am Samstag, 20 Uhr, beim HC St. Johann Saarbrücken an. Alles andere als ein klarer Sieg beim Vorletzten wäre eine Überraschung.