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Magnus Jung als SPD-Chef bestätigt

Magnus Jung als SPD-Chef bestätigt

Magnus Jung führt weiterhin die Sozialdemokraten im St. Wendeler Land an. Auf dem Kreisparteitag am Samstag im katholischen Pfarrheim in Alsweiler wählten 95,5 Prozent der 116 Delegierten den Landtagsabgeordneten aus Kastel.

Alsweiler. Der alte ist auch der neue Vorsitzende der SPD im Landkreis St. Wendel: Magnus Jung wurde im katholischen Pfarrheim Alsweiler von 95,5 Prozent der 116 Delegierten im Amt bestätigt. Einstimmig wurde die Staatssekretärin Anke Morsch zur Stellvertreterin gewählt. Sie folgt auf Birgit Jenni, die nicht mehr kandidierte. Die weiteren Stellvertreter heißen Torsten Lang und Heinz-Detlef Puff. "Es liegt nun viel Arbeit vor uns, damit sich etwas tut", sagte der SPD-Kreis-Chef Jung in seinem Rechenschaftsbericht. Dazu sieht er die Partie im Landkreis gut aufgestellt. "Mit Freisen stellt die SPD nun die Hälfte der Bürgermeister im Landkreis St. Wendel", hob er positiv hervor. So stark seien die Sozialdemokraten noch nie im Landkreis gewesen. Er berichtete von steigenden Mitgliederzahlen, bemängelte jedoch gleichzeitig, dass die gute Arbeit auf Landesebene nicht die entsprechende Würdigung fände. "Da besteht noch Steigerungsbedarf", so Jung.Nach der Landtagswahl sei die SPD nach zwölf Jahren wieder ein Teil der Landesregierung. Vieles gehe nun besser, Entscheidungen würden getroffen, wenn SPDler mitmachen. Das künftig geltende Tariftreuegesetz bewertete Jung als ein starkes Ergebnis der SPD.

Er widmete sich auch aktuellen Themen aus der Bundespolitik. "Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten zu nominieren, ist eine gute Entscheidung für Deutschland und die SPD", sagt Jung. Bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr gehe es um den Zusammenhalt in Europa. Bildungs-und Kulturminister Ulrich Commerçon hatte zuvor zur Steinbrück-Kandidatur prognostiziert: "Das ist gut, um die Bundespolitik der handlungsunfähigen Angela Merkel zu beenden." In den ersten Monaten nach der Jamaika-Koalition hat Commerçon im Saarland ein Aufatmen vernommen. "Seit die SPD wieder mitregiert, wird regiert", meinte er. Heiko Maas mache einen genial guten Job. "Das Ganze funktioniert nur, wenn Partei, Fraktion und Regierung an einem Strang ziehen", sagte Commerçon. Die SPD sei die treibende Kraft im Land und in der Regierung.

Commerçon will weiter für die Bildungsgerechtigkeit eintreten. Schon in der frühkindlichen Bildung müsse dazu der Grundstock gelegt werden. Wichtig sei ein qualitätsvolles Angebot von Ganztagsschulen, sodass Eltern auch Wahlmöglichkeiten hätten. "Wir müssen sehen, dass die Bildungsverlierer nicht unter die Räder kommen", appellierte er. Die Bildungspolitik, so Vorsitzender Jung, sei seit 150 Jahren die Politik der SPD gewesen. Foto: Faber

Auf einen Blick

Der Kreisvorstand: Vorsitzender: Magnus Jung, stellvertretende Vorsitzende: Anke Morsch, Torsten Lang, Heinz-Detlev Puff, Kassierer: Gerald Linn, Schriftführerin: Sandra Henkel, Organisationsleiter: Volker Weber, stellvertretende Organisationsleiterin: Claudia Forster-Bard, Pressesprecher: Christian Barth, Bildungsreferent: Uwe Schäfer, Referent für Seniorenpolitik: Marietta Scheib, Referent für politisches Marketing: Oliver Wagner, Jugendreferent: Florian Gerhart, Referentin für Frauenpolitik: Birgit Jenni, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit: Heiko Cyris, Behindertenbeauftragter: Harald Körner, Beisitzer: Thomas Gregorius, Lars Vogel, Andreas Kiefer, Sabine Jung, Inge Warken, Gerd Schmidt, Marc-André Müller, Sandra Junk, Klaus-Dieter Kirsch. frf