Konzert für Orgel und Querflöte in der Kirche St. Franziskus Urexweiler

Konzert in Urexweiler : Premiere der Sonate „Stella Matutina“ für Orgel und Querflöte

Zu einem Konzert für Orgel und Querflöte hatte der Förderverein der Pfarrkirche St. Franziskus kürzlich in das Urexweiler Gotteshaus geladen. Klaus Feucht, Vorsitzender des Fördervereins, begrüßte dazu eine vergleichsweise große Hörerschar, insbesondere aber die beiden Solisten Regionalkantor Armin Lamar an der Orgel und Heinz Recktenwald an der Querflöte.

Anspruchsvoll war das Programm für Orgel-Solo mit Toccata und Fuge F-Dur (Johann Sebastian Bach), mit der 2. Cantilena aus der Orgelsonate d-moll (Joseph Gabriel Rheinberger) und dem Finale aus der 1. Orgelsymphonie d-moll (Félix Alexandre Guilmant). Klar die barocke Registrierung Bachs, stets souverän die Begleitung der Querflöte, virtuos brausend und ausdrucksstark in Guilmants Finale. Anspruchsvoll auch die Literatur für die Querflöte: „Hamburger Sonate“ G-Dur (Carl Philipp Emanuel Bach) sowie „Thema mit Veränderungen“ (Joseph Gabriel Rheinberger).

Als Besonderheit wurde die zweiteilige Sonate „Stella Matutina“ für Orgel und Querflöte von Wolfgang Trost uraufgeführt. Es ist nach Angaben des aus Alsweiler stammenden Komponisten ein Werk in individueller Tonsprache, die zumeist auf der Grundlage der Ganztonreihe basiert. Im ersten Satz wechselten ruhige Akkordpassagen der Orgel mit leichter Bewegung in der Flötenstimme. Lebendig dagegen wirkte der zweite Teil. Hier korrespondierten beide Instrumente mit bizarrem Laufwerk und unaufgelösten Spannungsklängen, wobei immer wieder die Liedmelodie „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in Erscheinung trat. Das Werk steigerte sich in Lebendigkeit und Klangdichte bis hin zur erlösenden Dur-Schlusskadenz. „Eine echte musikalische und technische Herausforderung für beide Interpreten“, berichtete Trost, der selbst im Publikum saß, um der Uraufführung seines Stückes zu lauschen. Den Musikern bescheinigte er ein brillantes Spiel. Trost wie das übrige Publikum wurden hernach mit einer ruhigen Zugabe für ihre Aufmerksamkeit belohnt.

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