Kappensitzung ging in Alsweiler über die Bühne

Kostenpflichtiger Inhalt: Fastnacht : Örtliches Pfarrheim wurde zur Elferalm

200 Besucher kamen zur ersten Kappensitzung des Theater- und Karnevalvereins Alsweiler und ließen Rakete um Rakete steigen.

Pünktlich zur närrischen Zeit marschierten die Tanzgarden und der Elferrat um 19.11 Uhr in den  geschmückten Saal im Alsweiler Pfarrheim ein. Das  Hausband-Duo Da Vinci spielte  den Narrhalla-Marsch. Etwa 200 feierfreudige Karnevalsgäste standen beim Einmarsch des Theater- und Karnevalsvereins Alsweiler auf. „Mir sinn froh, dass es endlich los geht. Gestern war Generalprobe und alle zeigten sich in Höchstform. Ihr seid heute alle unsere Ehrengäste“, verkündete Sitzungspräsident Thomas Bauerfeld enthusiastisch. Für das Bühnenbild hatte sich der Verein  etwas Besonderes einfallen lassen. Über die gesamte Bühnenbreite deutete die Kulisse eine rustikale Almhütte an, trefflich beschildert als „Elferalm“. Hier konnte dann auch der Elferrat während der Sitzung Platz nehmen und das närrische Treiben auf und vor der Bühne verfolgen. In großen Lettern geschrieben war  das Motto der Session zu lesen: „Der Elferrat hat laut verkündt, auf unsrer Alm do gibt’s ka Sünd!“

Ehe das Programm startete, probte der Sitzungspräsident mit allen Gästen den Ablauf einer Rakete. Denn auch bei den Alsweiler Karnevalisten ist es üblich, nach jeder Darbietung eine Publikums-Rakete zu zünden. In der ersten Stufe wird begeistert geklatscht, gefolgt von heftigem Fußstampfen in der zweiten Stufe und lautem Kreischen zum Abschluss.

Mit einer entzückenden Blues Brothers-Choreografie eröffnete die Minigarde das Programm – und wurden dafür mit einer Rakete belohnt. Den Auftakt in der Bütt machte Florian Gasse. Der Ehrensitzungspräsident des Vereins betrat würdevoll im Gewand eines Geistlichen die Bühne. „Hellau, Alleh Hopp und Halleluja“, begrüßte er seine Gemeinde. Mit bedächtigem Tonfall und bedachter Wortwahl gab er so manche närrische Weisheit von sich und seine ganz eigenen Ansichten über das Politkarussell zum Besten: „Angela Merkel kam in den Himmel und wurde von Petrus begrüßt. Testweise gewährte er ihr einen Blick in den Himmel und in die Hölle. In der Hölle war einiges los, und sie sah bekannte Gesichter. Im Himmel hingegen war es ruhig und unspektakulär. Auf seine Frage nach ihrer bevorzugten Wahl entschied die Kanzlerin sich sofort für die Hölle, da es dort nicht so langweilig sei. Als sie schließlich die Hölle betrat, war sie entsetzt über das plötzliche Höllenfeuer. Petrus erklärte: Gestern war vor der Wahl, heute ist nach der Wahl.“ Zum Höhepunkt seines Auftrittes stimmte Gasse das Lied „Die Vögelein vom Titicacasee“ an. Die Narrenschar musste er nicht zweimal zum Mitsingen und Gestikulieren einer passenden Choreografie bitten.

Gardetanz, Büttenreden und  Sketche folgten. Und immer wieder gab es anerkennende Raketen und Schunkler. Und die Hausband musste unzählige „Uih uih uih’s`“ anstimmen. Auch nach dem offiziellen Programm feierte die Karnevalsgemeinde in der Alsweiler Narrhalla noch ausgelassen die fünfte Jahreszeit. Der Elferrat war hochzufrieden. „Es war besonders schön zu sehen, wie sich die Kinder- und Jugendgruppen gefreut haben über den großen Applaus nach ihren gelungenen Auftritten“, stellte Elferratsmitglied Moritz Neis  fest.

Zum Auftakt der Kappensitzung marschierten Tanzgarden und Elferrat gemeinsam in die Narrhalla ein. Foto: Marion Schmidt

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