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Kammerchor Belle Canto lud zum Konzert nach Marpingen

Musik : Abendmusik mit weihnachtlichem Glanz

Der Kammerchor Belle Canto hatte in Marpingen sein Publikum auf den Advent eingestimmt. Doch die Plätze reichten nicht.

Die Soiree des Kammerchores Belle Canto hat es wieder einmal offenbart: Seit dem Wegfall der Schulaula als Konzertsaal gibt es in Marpingen – die Kirche ausgenommen – keinen geeigneten Raum, um einer großen Zuhörerschar ein besonderes kulturelles Angebot zu unterbreiten, heißt es von Seite des Chores Belle Canto. Aus diesem Grund mussten dann auch am Samstag zahlreiche Interessenten wieder den Nachhauseweg antreten, Menschen, die sich gerne in der Alten Mühle auf die bevorstehende Adventszeit hatten einstimmen wollen, Menschen, die teilweise von weither angereist waren. Die Sprecherin des Chores entschuldigte sich bei ihnen und bedauerte die Misere.

Wie es sich für eine Soiree (Abendmusik) gehört, stand der erste Teil des Konzertes unter genau diesem Aspekt: Abendlieder, passende Texte und Gedichte wurden von den gut vorbereiteten Mitgliedern des Frauenchores unter der Leitung von Susanne Hoffmann stilgerecht dargeboten. Namhafte Komponisten wie Gustav Jenner, César Cui, Friedrich Silcher, Ludwig Böhme, Ingo Bredenbach, J.PH. Rameau und Josef Gabriel Rheinberger waren mit ihren Werken im Programm vertreten.

Im zweiten Teil des Konzertes stand die Einstimmung auf Weihnachten im Vordergrund. Von „Komm nun, weihnachtlicher Geist“ und „O komm, o komm, Emanuel“ über „Es blühn drei Rosen“ (Thomas Gabriel) bis hin zu Max Regers „Mariä Wiegenlied“ spannte der Chor einen großen Bogen. Immer wieder bedachte das Publikum die Leistung des Chores mit reichlich Beifall. Aber auch das Publikum war gefordert. Sowohl bei „Der Mond ist aufgegangen“, als auch bei „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ und „Es wird schon gleich dunkel“ sangen die Besucher engagiert mit. Hubert Hoffmann begleitete am Klavier. Mit ihm gemeinsam wurde auch das Schlusslied „Segenslied“ vom Chor gesungen, welches jedoch nicht Schlusslied bleiben konnte, da noch eine Zugabe verlangt wurde.

Erwähnt seien darüber hinaus auch die Interpreten der Gedichte und Texte: Annegret Staub, Hilde Guckeisen, Dorothé Schmidt, Barbara Hans Honig, Maria Thome und Cornelia Gehm.