Jetrock ging in Marpingen über die Bühne

Jetrock in Marpingen : Ein Bauchtanz der Endzeitkriegerinnen als Pausenfüller

Sonne, Bier, laute Metalmucke: Das zweite Jetrock-Festival auf dem Gelände des Marpinger Segelflugzentrums erfüllte viele Bedingungen für die Rockfans. Deren Erscheinen hielt sich allerdings in Grenzen, lediglich 200 Besucher passierten die Tageskasse.

„Wir haben uns schon mehr erwartet, die Voraussetzungen waren optimal“, sagte Gregor Hinsberger von der Marpinger Gemeindeverwaltung.

Sieben regionale Bands aus dem Musikgenre Heavy Metal hatte Organisator Andreas Biehler für die Flugplatzsause engagiert. „Wir wollen die Veranstaltung etablieren. Im Landkreis St. Wendel wird für die Schiene Heavy Metal überhaupt nichts gemacht“, meinte Biehler. Die Zielgruppe der Metalanhänger, die der Veranstalter mit dem Jetrock-Festival ansprechen wolle, sei die Altersgruppe der 15- bis 50-Jährigen.

Die Coversongs der Band Dies Irae sind den älteren Besucher wohl auch heutzutage noch in bester Erinnerung geblieben. Einen innovativen und bockstarken Gig legte die Formation Impact 36 hin. „Jeder von uns bringt seine eigenen Einflüsse in die Band ein, wir lassen uns nicht kategorisieren“, erklärte Gitarrist Christian Eckert. Die Musiker bedienten sich beim Heavy- und gesanglich beim Deathmetal und untermalten den Sound mit keyboardlastigen Einflüssen des Progressiverocks. „Wir wollen noch eine neue CD aufnehmen“, berichtete Ecker, nachdem die Formation geblendet von der Mittagssonne drei Songs zum Besten gegeben hatte.

Anschließend öffnete die Püttlinger Coverkapelle Legacy in Rock die Oldiekiste und packte Hardrocknummern wie Uriah Heeps „Easy living“ oder „Wishing well“ von Free aus. The Ragdolls spielten hausgemachten Hardrock mit melodischem Gesang.

Kein Witz. Gegen Abend landeten mehr Segelflieger auf dem Flugfeld, als es ankommende Besucher, die beim Festival ihre Mähne schütteln wollten, gab. „Es sind kaum noch Leute dazugekommen“, registrierte Biehler. Auf der Bühne war die Saarbrücker Band Infinight, die Powermetal präsentierte, an der Reihe. Beyond Darkness nahm sich die Klassiker von Slayer, Saxon und Metallica vor. Den Schlusspunkt setzte anschließend die Modern-Metalband Drawn by Evil.

Viel mehr als nur ein Pausenfüller bildeten die beiden apokalyptischen Auftritte der Bauchtanzgruppe Anima Serpentis. Bei ihrer Tribal-Fusion-Choreografie verknüpften die acht militanten Endzeitkriegerinnen vor der Bühne unterschiedliche Tanzstile miteinander. So harrten viele Fans auch gerne vor der Bühne aus.

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