Jede Menge Theater

Jede Menge los in 35 Klassen. Mit Theater, einem Bühnenprogramm sowie Verkaufs- und Aktionsständen hat die Gemeinschaftsschule ein vorweihnachtliches Fest gefeiert. Auch ein Top-Talent wurde gefunden.

Um jugendsprachlich zu bleiben: Die Bude war bei der großen Fete der Marpinger Gemeinschaftsschule brechend voll. Zentraler Punkt für die Schüler und die mega-mäßige Besucherschar war die Aula mit ihrer Showbühne. Gesucht wurde dort "Marpingens next Top-Talent", was den Jurymitgliedern nicht leicht gefallen ist. "Die Musik- und Tanzdarbietungen waren alle sehr gut", fand Moderator Nicolas Mävers. Nach langer Beratung stand dann fest: Human-Beatboxer Aron Feller (Klasse 11b) ist "Marpingens next Top-Talent". Dazu der Sieger: "Beatboxing mache ich seit drei Jahren und ich habe schon bei anderen Contests mitgemacht." Bei seinem Auftritt hatte er Drumcomputerbeats wie Schlagzeug- und Percussionrhythmen mit dem Mund, der Nase und dem Rachen imitiert.

Mit einer "Happy Hour" lockte die 13. Klasse die Gäste an ihre amerikanisch-mexikanische Theke. Das lohnte sich. Skischuhe in allen Größen und passende Winterjacken waren im Sortiment des Second-Hand-Basars. Die Klasse 6c stellte ein Wurfspiel auf, handgemachte Dekorationsartikel aus Birkenholz kennzeichneten das Angebot. "Zu uns kommen mehr die kleinen Kinder", sagte Michelle Hoppmann (11b). Die Klasse präsentierte Olaf, den Schneemann aus dem Disney-Film, kreative Fensterbilder und kleine Origami-Kunstwerke als Geschenkideen.

Apfelsaft gegen den Durst

Maren Treitz (12a) bat den Moderator Mävers eine werbewirksame Durchsage zu machen, damit die Klasse nicht auf dem Apfelsaft sitzen bleibt. "Das wäre ätzend. Wir haben in den Ferien die Äpfel in Remmesweiler gepflückt und beim Obst-und Gartenbauverein Urexweiler gekeltert", erzählte die Schülerin. 105 Packungen zu je fünf Litern wollten sie am Schulfest loswerden. "Wir tragen jedem Kunden die Box bis ins Auto", versprach sie.

Auch die Zaire-AG stellte sich vor. Fast zwanzig Jahre besteht bereits die Partnerschaft mit der Schule in Ndaluma in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. "15 Schüler aus verschiedenen Klassen nehmen im Nachmittagsbereich an der AG teil", so die Leiterin Isabell Göllert.

Hört sich alles an, als würden ausschließlich Musterschüler die Marpinger Schule besuchen. Stimmt nicht. Gleich mehrmals tauchten die "Herdmanns", die schlimmsten Assi-Kids aller Zeiten, auf. Sie pafften sogar Zigarren, klauten wie die Raben und erzählten dreckige Witze. Aber nur im Theater. Junge Darsteller der Klasse 7e führten das köstliche Theaterstück "Hilfe, die Herdmanns kommen" nach dem Kinderbuch von Barbara Robinson auf.

Nach fünf Stunden war das Fest beendet. Der Erlös der Veranstaltung kommt unter anderem dem Schulförderverein zugute, der damit sozial benachteiligte Schüler finanziell unterstützt. Zudem wurden die Kletterspinne und der erste Abschnitt der Neugestaltung des Schulhofes eingeweiht. Gleich mehrfach führten die Schüler das Stück "Hilfe, die Herdmanns kommen" auf. Foto: Frank Faber