Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Marpingen im Feuerwehrgerätehaus

Wiederwahl des Stellvertreters : Das bisher arbeitsreichste Jahr

Der Löschbezirk Marpingen rückte 2019 insgesamt 73 Mal zu Einsätzen aus. Jahresbilanz gezogen. Patrick Mascioni geht als stellvertretenden Löschbezirksführer nun seine vierte Amtszeit.

Das Marpinger Feuerwehrgerätehaus ist die Heimstätte des Löschbezirks – und war kürzlich Tagungsort. Denn dorthin hatten Marpingens Bürgermeister Volker Weber (SPD) sowie Löschbezirksführer Thomas Burbach die Feuerwehr-Mitglieder zur Hauptversammlung geladen. Einzig ein Punkt stand dabei auf der Tagesordnung, nämlich die Neuwahl eines stellvertretenden Löschbezirksführers. „Eine solche Wahl findet turnusgemäß nach sechs Jahren Amtszeit statt“, erklärt dazu Kreis-Brandinspekteur Dirk Schäfer.

Der bisherige Amtsinhaber, Patrick Mascioni, stellte sich den Mitgliedern zur Wiederwahl. Weitere Vorschläge gab es aus der Mitte der Versammlung nicht. In der anschließenden geheimen Wahl wurde Mascioni erneut mit großer Mehrheit in die Funktion des stellvertretenden Löschbezirksführers gewählt. Unmittelbar im Anschluss überreichte ihm Bürrgermeister Weber die Ernennungsurkunde.

Patrick Mascioni ist 1983 in die Jugendfeuerwehr des Löschbezirkes Marpingen eingetreten. Während seiner Mitgliedschaft hat der heute 48-Jährige unterschiedliche Funktionen ausgeübt. Vor 18 Jahren wurde er erstmals in das Amt des des stellvertretenden Löschbezirksführers gewählt und geht nun in seine vierte Amtszeit. Zur jährlichen Feuerwehrversammlung der Aktiven waren auch die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie weitere Gäste geladen. In der Versammlung wurde gegenüber den Anwesenden Rechenschaft über die Tätigkeit des Löschbezirkes sowie deren Verantwortlichen zum Jahr 2019 gegeben.

Thomas Burbach berichtete über das bisher arbeitsreichste Jahr seit den Aufzeichnungen im Löschbezirk. Zu insgesamt 73 Einsätzen sei der Löschbezirk im zurückliegenden Jahr alarmiert worden. Diese umfassten die gesamte Palette in den Bereichen Technische Hilfeleistung und Brand. Hierfür wurden 971 ehrenamtliche Stunden erbracht. Dies ist ein Plus von 250 Stunden gegenüber 2018, wie Burbach berichtete. Demnach wurden 2019 insgesamt 46 Übungen abgehalten. Die Stundenleistung stieg auch in diesem Bereich gegenüber dem Jahr 2018 um 800 auf 2800 an. Die Gerätewartung schlug mit rund 500 Stunden zu Buche. Im wichtigen Bereich der Brandschutzerziehung in Kindergarten und Schulen wurden rund 100 Stunden geleistet.

Somit erbrachten die Mitglieder des Löschbezirk Marpingen 4371 Stunden im Ehrenamt Feuerwehr für die Sicherheit der Bürger in Marpingen und darüber hinaus. „Hinzu kommen noch unzählige Stunden der Löschbezirksführung, des Vorstandes sowie den Verantwortlichen in der Jugendfeuerwehr, sodass die Gesamtstundenzahl für das Jahr 2019 sicherlich über 5000 Stunden liegen dürfte“, schätzt Kreisbrandinspekteur Schäfer.

In ihren Grußworten dankten Bürgermeister Volker Weber, Marpingens Ortsvorsteher und Gemeindewehrführer German Eckert, Brandinspekteur Schäfer sowie der stellvertretende Wehrführer Marco Jochem den Mitgliedern für ihr großes Engagement im Dienst am Nächsten gemäß dem Wahlspruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Alle zeigten sich über die positive Mitgliederentwicklung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Marpingen im zurückliegenden Jahr sehr erfreut.

Der Löschbezirk Marpingen hat aktuell 43 Aktive (acht weiblich), 14 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr (fünf weiblich.) sowie elf in der Bambinifeuerwehr (darunter ein Mädchen).