Hochbetrieb beim Feuerwehrfest

Berschweiler. Begonnen hatte das zweitägige Fest am Samstagnachmittag mit dem Wettbewerb "Ein Dorf löscht", bei dem die sechs Hobby-Lösch-Teams feuerwehrspezifische Aufgaben lösen mussten. Ohne Wettkampfcharakter ging es hingegen im Rahmenprogramm zu. Hier war beispielsweise der DLRG Rettungszug St

Berschweiler. Begonnen hatte das zweitägige Fest am Samstagnachmittag mit dem Wettbewerb "Ein Dorf löscht", bei dem die sechs Hobby-Lösch-Teams feuerwehrspezifische Aufgaben lösen mussten. Ohne Wettkampfcharakter ging es hingegen im Rahmenprogramm zu. Hier war beispielsweise der DLRG Rettungszug St. Wendel mit einem Tauchcontainer vor Ort, das THW Theley hatte eine Kletterwand aufgestellt und der Löschbezirk Aschbach ein Minifeuerwehrauto nach Berschweiler beordert, das Rundfahrten für Kinder anbot. Der Sonntag begann wie der Samstagabend aufgehört hatte, mit Hochbetrieb auf der Festwiese. Bereits um kurz vor ein Uhr war das Mittagessen ausverkauft. Das unterstrich, was viele Festgäste in ihren Reden herausstellten: Die FFW Berschweiler ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Gemeinde-Wehr, sondern vor allem auch eine feste Größe des örtlichen Vereinslebens. 32 aktive Wehrleute hat der Löschbezirk Berschweiler im Jubiläumsjahr, 15 Mitglieder die Jugend- und elf die Alterswehr. Zudem gibt es 82 inaktive Feuerwehrleute. Das bedeutet, dass weit mehr als zehn Prozent der in Berschweiler lebenden Menschen (Stand 30. Juni 2008: 1127 Einwohner) Mitglied in "ihrer" Feuerwehr sind. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache sieht der Berschweiler Löschbezirksführer Marco Jochem seine Truppe für die Zukunft gut aufgestellt. Ebenso schätzt der oberste Chef der Marpinger Wehr, Bürgermeister Werner Laub, die Situation in Berschweiler ein. Darüber hinaus bescheinigte er der Truppe, immer zur Stelle zu sein, wenn es irgendwo brenne: "Auf Gemeindeebene gibt es eine hervorragende Zusammenarbeit, hier geht es immer Hand in Hand." Friedbert Becker, stellvertretend für Landrat Udo Recktenwald in Berschweiler, sagte: "Dank für all das, was ihr in den vergangenen Jahrzehnten geleistet habt." Und für die Zukunft wünschte er den Wehrleuten wenige und vor allem ungefährliche Einsätze. Magnus Jung von der SPD-Kreistagsfraktion erinnerte daran, dass Anschaffungen für die Wehr nicht für die Wehrleute seien: "Wenn die Feuerwehr etwa ein Auto bekommt, dann ist das kein Auto für die Feuerwehr, sondern es dient der Rettung und dem Schutz von Menschenleben." In diesem Sinne versprach Ortsvorsteher Edwin Wagner, auch in Zukunft in Orts- und Gemeinderat daran mitzuarbeiten, "das Machbare im Sinne der Feuerwehr möglich zu machen, damit ihr immer auf dem neuesten Stand sein könnt." Nicht mehr ganz neu ist übrigens das jüngste Mitglied im Fuhrpark der Berschweiler Wehr: Ein vom THW ausrangierter Gerätewagen wurde innerhalb eines halben Jahres von den Mitgliedern des Löschbezirks umgebaut. "Das hat der Gemeinde zwischen 30000 und 40000 Euro gespart", lobte sich Gemeindewehrführer German Eckert das Engagement der Berschweiler Wehr, das weit über das übliche Maß hinausginge. Dies sei nicht zuletzt Marco Jochem, Führer des Löschbezirks Berschweiler, zu verdanken. Aufgrund des außergewöhnlichen Einsatzes von Jochem wurde diesem am vergangenen Sonntag das Silberne Feuerwehr-Ehrenabzeichen verliehen.