Hilfsmannschaften meistern Übung

Hilfsmannschaften meistern Übung

Marpingen. Starke Rauchentwicklung im Bereich der Getreidehalle und des Schüttgutlagers der Raiffeisen Waren-Zentrale in Marpingen. Das meldete am Samstag gegen 13 Uhr ein Anrufer über die Notrufnummer 112. Sofort rücken die Feuerwehren der Löschbezirke Marpingen und Alsweiler zur Einsatzstelle in der Straße "Hinten auf der Gaß" aus

Marpingen. Starke Rauchentwicklung im Bereich der Getreidehalle und des Schüttgutlagers der Raiffeisen Waren-Zentrale in Marpingen. Das meldete am Samstag gegen 13 Uhr ein Anrufer über die Notrufnummer 112. Sofort rücken die Feuerwehren der Löschbezirke Marpingen und Alsweiler zur Einsatzstelle in der Straße "Hinten auf der Gaß" aus. Bereits sechs Minuten später waren die ersten Helfer vor Ort. Vier Mitarbeiter der Firma werden vermisst, lautete die weitere Aufgabe der Großübung von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und DRK. Nach Erkundung der Lage ist klar: Mehr Helfer müssen her. Die Löschbezirke Urexweiler und Berschweiler werden alarmiert. Außerdem steht kurze Zeit später der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises mit 18 Atemschutzgeräten und 31 Druckluftflaschen bereit. Im Einsatz ist auch die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK St. Wendel, vier Rettungswagen und acht Helfer. Auch der Ortsverband Theley des Technischen Hilfswerks (THW) ist längst unterwegs zum Unglücksort. Durch Chemikalien kontaminiertes (verunreinigtes) Löschwasser soll gestaut und abgepumpt werden. Mit 15 Helfern rückte die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen ein. An der Landstraße 133 muss das Wasser in der Kanalisation abgefangen werden. Die THW-Spezialisten nehmen eine Pumpe mit einer Leistung von 1500 Liter pro Minute sowie ein Auffangbecken mit einem Fassungsvolumen von 10 000 Liter von ihren Fahrzeugen. Im Marpinger Industriegebiet gibt es ein getrenntes Kanalsystem. Im Ernstfall besteht die Möglichkeit, den Kanal abzuschieben, damit keine Gefahrstoffe in den nahe gelegenen Alsbach gelangen. Die "verunglückten" Personen sind unterdessen aufgefunden und werden ins Freie gebracht. Dies muss zum Teil über einen Notausgang in rund sieben Meter Höhe geschehen. Mit Hilfe eines Leiterhebels werden die Verletzten langsam abgelassen. Abschließend wird die Halle mit so genannten Hochdrucklüftern rauchfrei gemacht.Diese Großübung war besonders wichtig, um die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen weiter zu verbessern, lautete das Fazit der Verantwortlichen. "Die Großübung war den über 100 eingesetzten ehrenamtlichen Einsatzkräften vorher nicht bekannt", erklärt der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Marpingen, Christian Gessner. "Denn im Ernstfall bleibt den Hilfskräften auch keine Zeit, um sich auf die Schadenslage vorzubereiten."