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Handball war und ist die Nummer eins

Handball war und ist die Nummer eins

Marpingen. Der 7. Juni 1959 ist für die Mitglieder des katholischen Sportbundes DJK Marpingen ein besonderes Datum. Denn an diesem Tag vor 50 Jahren wurde die DJK wiedergegründet. Allerdings nicht mehr unter dem Namen DJK Roland, wie der 1925 gegründete Verein bis zu seiner Auflösung durch die NS-Behörde 1935 ursprünglich hieß. Sondern der Rechtsnachfolger führt den Namen DJK St. Michael

Marpingen. Der 7. Juni 1959 ist für die Mitglieder des katholischen Sportbundes DJK Marpingen ein besonderes Datum. Denn an diesem Tag vor 50 Jahren wurde die DJK wiedergegründet. Allerdings nicht mehr unter dem Namen DJK Roland, wie der 1925 gegründete Verein bis zu seiner Auflösung durch die NS-Behörde 1935 ursprünglich hieß. Sondern der Rechtsnachfolger führt den Namen DJK St. Michael. Die Feier zum 50. Jahrestag wird an diesem Sonntag um 10.30 Uhr mit einem Jubiläumsgottesdienst in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt begangen. Der Großteil der DJK'ler, die 1959 zunächst mit einer Männermannschaft den Spielbetrieb aufnahmen, wandte sich dem Handball zu. Allerdings wurde damals nicht in einer Sporthalle gespielt, sondern auf dem Großfeld des heutigen Fußballplatzes. Auch die Leichtathletik-Sparte zog viele Erwachsene und Jugendliche an. Darunter fanden sich so talentierte Athleten wie Werner Scheller, der nicht nur jüngstes DJK-Gründungsmitglied war, sondern auch als erster Sportler der DJK Marpingen an einer DJK-Bundesmeisterschaft teilnahm. Im Fünfkampf der männlichen B-Jugend wurde Scheller in Nürnberg 1961 Bundessieger. Einen weiteren Bundessieger stellte die DJK St. Michael 1977 mit Toni Brill, der im Speerwurf eine Weite von 59,55 Metern erzielte. Die dritte Sportart, der sich die DJK nach ihrer Wiedergründung annahm, war das Fechten. Diese Abteilung bestand bis 1968. Gab es in den Jahrzehnten, seit die DJK im Marpinger Gasthaus Dewese von 34 jungen Männern wiedergegründet wurde, auch "Ausflüge" in die Bereiche Volleyball, Basketball, Völkerball oder Gymnastik, war und ist Handball immer die Sportart Nummer eins geblieben. 1962 kam zur Männermannschaft eine Schülermannschaft hinzu, die im Jahre 1964 die erste Saarlandmeisterschaft für die DJK Marpingen errang. Im gleichen Jahr wurde auch mit Damen-Handball begonnen. In der Saison 1979/80 nahmen sage und schreibe 25 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Einen Meilenstein im Damenhandball markiert die Saison 1986/87, als die DJK als amtierender Südwest-Meister den Aufstieg in die Zweite Bundesliga perfekt machte. Zwei Spielzeiten konnte sich Marpingen in dieser Spielklasse halten. In der Spielzeit 1980/81 war die weibliche B-Jugend Deutscher Meister geworden. Bis heute ist dies die einzige Deutsche Meisterschaft, die eine Mannschaft des saarländischen Handball-Verbandes erringen konnte. 2007/08 stiegen die DJK-Damen als Zweitplatzierte erneut in die Zweite Liga auf, mussten aber nach nur einem Jahr wieder in die Regionalliga zurück. Dort belegten sie nach einer turbulenten Saison den sechsten Platz. Auch die Handball-Männermannschaften der DJK hatten in den vergangenen 50 Jahren manche Erfolge. Von 1984 bis 2003 spielten die DJK-Herren mit einer Unterbrechung von zwei Jahren (1996 bis 1997) in der höchsten Landesklasse, der Oberliga Saar. 2005/06 wurde dann mit der DJK Oberthal die Handball-Spielgemeinschaft HSG Nordsaar gegründet und gleich im ersten Jahr wurde der Aufstieg in die Oberliga Rheinhessen Pfalz Saar (RPS-Liga) geschafft. Allerdings konnte diese Spielklasse nur eine Saison gehalten werden. Heute spielt die HSG Nordsaar in der Saarlandliga. red

Auf einen BlickDie Vorsitzenden der DJK in den vergangenen 50 Jahren hießen: Aloys Klos (1959 bis 1961), Erich Recktenwald (1961 bis 63), Ernst Müller (1963), Hermann Neis (1963 bis 81), Alois Ames (1981 bis 85), Rosemarie Schorr (1986 bis 98) sowie Norbert Geiger (seit 1998).