Handball-Verbandsliga Das Spiel, von dem alle seit Wochen reden

Alsweiler/Sotzweiler · Brisanter geht‘s nicht: Im Lokalderby der Handball-Verbandsliga erwartet der Tabellenzweite Black Bulls Alsweiler den Spitzenreiter und Erzrivalen RW Schaumberg. Bulls-Trainer Jochen Gros würde zum Abschied gerne den Titel holen.

Oliver Zeitz (vorne rechts) von den Black Bulls Alsweiler wirft sich Christoph Holz (am Ball) entgegen. Ähnlich umkämpft wie das Hinspiel im Oktober, das RW Schaumberg mit 25:24 gewann, dürfte auch das Rückspiel werden.

Oliver Zeitz (vorne rechts) von den Black Bulls Alsweiler wirft sich Christoph Holz (am Ball) entgegen. Ähnlich umkämpft wie das Hinspiel im Oktober, das RW Schaumberg mit 25:24 gewann, dürfte auch das Rückspiel werden.

Foto: Thiel Achim/Thiel

Spieler, Trainer und Anhänger – alle fiebern seit Wochen diesem Handball-Kracher entgegen. An diesem Samstag um 18 Uhr fordert in der Sporthalle in Alsweiler der Verbandsliga-Zweite Black Bulls, der 26:4 Punkte hat, den Spitzenreiter RW Schaumberg heraus, der 26:2 Zähler auf dem Konto hat. „Wir spielen als Aufsteiger eine wahnsinnig gute Saison. In unserer Halle haben wir noch keinen Punkt abgegeben und wollen auch gegen den Tabellenführer gewinnen“, lautet das Ziel von Black-Bulls-Trainer Jochen Gros. Am Ende der Spielzeit beendet 46-Jährige nach sieben Jahren und zwei Aufstiegen seine Trainertätigkeit bei den Bulls. „Ich will den Aufwand zurück schrauben“, erklärt Gros, der auch als Schiedsrichter fungiert. Er wird den Black Bulls aber bei Organisations-Dingen erhalten bleiben.

Den Posten von Gros als Trainer wird der bisherige Spieler Oliver Zeitz übernehmen, der aktuell wegen eines Achillessehnenrisses verletzungsbedingt pausieren muss. „Sich mit dem Meister-Titel zu verabschieden, wäre das Schönste“, blickt Gros voraus und lacht.

Priorität hat für ihn aber erst einmal, seine Mannschaft auf das Top-Spiel einzustellen. „Das wird ein körperbetontes Spiel, in dem wir 60 Minuten voll dagegenhalten müssen“, erklärt Gros. Beim Gegner vom Schaumberg war er einst selbst als Kreisläufer im Einsatz. Er hatte dann zur Spielzeit 2012/2013 Manfred Thome als Trainer abgelöst. Damals wie heute gehörte Linksaußen Jan Scheid zum Aufgebot von RW Schaumberg. Der lobt seinen ehemaligen Trainer: „Jochen zeichnet als Trainer eine große Erfahrung und seine Abgezocktheit aus.“ Scheid ist überzeugt, dass die Meisterschaft noch nicht im Topspiel entschieden wird. „Ein Sieg von uns wäre aber ein weiterer Schritt in die richtige Richtung – und wir hätten uns dann einen kleinen Punkte-Puffer erarbeitet“, sagt der 35 Jahre alte Linksaußen.

Jochen Gros würde sich gerne mit dem Meistertitel als Trainer der Black Bulls verabschieden.

Jochen Gros würde sich gerne mit dem Meistertitel als Trainer der Black Bulls verabschieden.

Foto: Gros

RW Schaumberg hat das Hinspiel zu Hause knapp mit 25:24 gewinnen können. Dieses Mal wird es wohl ähnlich spannend. „Das Spitzenspiel ist für uns ein ganz spezielles Spiel, seit Wochen wird ja nur von der Partie gesprochen“, sagt Scheid. Und das ist bei den Bulls nicht anders. Überhaupt ist durch die neu entstandenen Lokal-Derbys in der Verbandsliga im Dreieck Sotzweiler, Alsweiler und Oberthal eine regelrechte Handball-Euphorie entfacht worden. „Alle Spieler kennen sich. Wenn das Spiel angepfiffen wird, sind wir große Konkurrenten. Nach dem Schlusslicht zählt dann aber wieder die Freundschaft und die Verbundenheit untereinander. So wie es sein soll“, sagt Scheid.

Auf was Bulls-Trainer Gros besonders stolz ist: „Mit Oliver Zeitz und Mike Groß sind uns zwei wichtige Spieler verletzungsbedingt für die ganze Saison weggebrochen. Das haben wir kompensieren können“, sagt der Übungsleiter. Für das Derby baut er auf die Heimstärke seiner Mannschaft: „Wir spielen daheim, die Halle wird richtig voll sein – und in Alsweiler muss uns erst einmal eine Mannschaft schlagen.“ Der Black-Bulls-Vorsitzende Uwe Hinsberger ergänzt: „Unsere beiden bisherigen Niederlagen haben wir auswärts kassiert. In der Meisterschaft haben wir in den vergangenen drei Jahren in Alsweiler kein Spiel mehr verloren.“ Geht es nach ihm, soll das auch am Samstag so bleiben.

Der Verbandsliga-Dritte DJK Oberthal spielt an diesem Samstag um 18.45 Uhr beim Tabellenneunten TV Kirkel. 

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