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Handball-A-Jugendbundesliga HSG Marpingen verliert gegen Bietigheim

Handball : Moskitos verabschieden sich aus A-Jugend-Bundesliga

Der erstmalige Ausflug der Moskitos in die A-Jugend-Bundesliga ist beendet.

Der erstmalige Ausflug der Moskitos in die A-Jugend-Bundesliga ist beendet. Im Heimspiel unterlagen die Nachwuchshandballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler der SG BBM Bietigheim knapp mit 17:18 (9:12) und schieden aus. In der Endabrechnung der Gruppe 4 landete die HSG mit 3:5 Punkten auf Platz drei. „Lehrgeld zahlen, ist immer bitter“, meinte Trainer Jürgen Hartz hinterher. Nur ein Sieg über Bietigheim hätte seinem Team noch die Chance ermöglicht, sich für die Zwischenrunde zu qualifizieren. „Wir haben gezeigt, dass wir in der Jugend-Bundesliga wettbewerbsfähig sind, aber ein Tick hat noch gefehlt“, zog er Bilanz.

Auch die Mädels aus Bietigheim standen in Marpingen unter erhöhtem Siegesdruck und gingen nach acht Minuten mit 6:3 in Führung. Michelle Reis brachte die HSG auf 7:8 (22.) heran. Bis zum Seitenwechsel verschafften sich die Gäste einen Drei-Tore-Vorsprung und gingen mit 12:9-Vorsprung in die Halbzeitpause. „Wir hätten höher führen müssen“, fand SG-Trainer Brian Ankersen.

Direkt nach dem Wechsel musste die HSG noch das 9:13 schlucken, ehe der Moskitos-Schwarm gehörig aufdrehte. Hanna Schilke traf aus dem Rückraum, Reis ebenso, Sara Jelicic setzte sich am Kreis durch und Hannah Hurth vollendete einen Tempogegenstoß zum 13:13-Ausgleich (36.). Ankersen wurde regelrecht gezwungen, den Lauf der HSG zu stoppen und nahm bei eigenem Ballbesitz sofort eine Auszeit. „Wir haben unsere Chance gehabt“, spürte Hartz in der Spielphase. Hinten steigerte sich Birte Brunke und kaufte Caroline Maier einen Tempogegenstoß ab. Auf der Gegenseite war Jugendnationaltorhüterin Rena Keller aber auch nur mit ganz präzisen Würfen zu bezwingen. Dies gelang Rechtsaußen Jana Korn zum 14:14 (41.) und Reis mit einem Distanzknaller zum 15:15 (43.). „Es sind dann die Kleinigkeiten, die so ein Spiel am Ende entscheiden“, haderte Hartz.

Sein Team besaß zweimal die Möglichkeit, per Konter zum Torabschluss zu kommen, verlor jedoch in beiden aussichtsreichen Situationen den Ball. „In der Spielklasse musst du 60 Minuten voll da sein, wenn du was holen willst“, ärgerte sich Hartz über die Ballverluste. Bietigheim nutzte den Besitz der Kugel und brachte im Angriff ihre Spielmacherin Mathilda Ehlert in Position, die mit zwei Treffer für die 17:15-Führung sorgte (51.). Mit einer Energieleistung verkürzte Kreisläuferin Jelicic zum 16:17 (52.). Plötzlich passierte drei Minuten nichts Produktives mehr.

„Meine Mädels waren richtig nervös“, verriet Ankersen. Deshalb ordnete er an, dass sich die groß gewachsene Lotta Gerstweiler den nächsten Wurf holen sollte. Und der schlug über Brunke zum 16:18 (55.) im Netz ein. Hartz wollte das Ding noch drehen und holte eine Auszeit. Nach dem Gespräch traf Jelicic zum 17:18 und kassierte kurz darauf noch eine Zwei-Minuten-Strafe. In Unterzahl war für die HSG nichts mehr drin. Bietigheim jubelte nach dem Abpfiff. „Wir haben Glück gehabt, dass wir hier die zwei Punkte geholt haben“, gestand Ankersen. Sein Gegenüber Hartz resümierte: „Die Spiele in der Bundesliga waren eine riesige Erfahrung für die junge Mannschaft.“

Neben Bietigheim ist die SG Kappelwindeck/Steinbach als Gruppenerster in die Zwischenrunde eingezogen. Dort unterlag die HSG am zweiten Spieltag mit 30:31 durch einen Siebenmeter mit dem Schlusspfiff. Wie meinte Trainer Hartz noch treffend: „Lehrgeld zahlen ist bitter“.

Tore für die HSG Marpingen-Alsweiler: Michelle Reis 5/1, Sara Jelicic 4, Hanna Schilke 4, Tabea Mager, Hannah Hurth, Jana Korn, Johanna Brennauer je 1.