Gudrun Hinsberger aus Marpingen veröffentlicht ihr zweites Buch

Neuer Roman von Gudrun Hinsberger erschienen : Humorvolle Mischung aus Realität und Fiktion

Das Schreiben war schon immer ihre Leidenschaft. Doch als Schulleiterin blieb Gudrun Hinsberger kaum Zeit, sich ihrem Hobby zu widmen. Seit sie in Pension ist, hat sich das geändert. Nun veröffentlichte die Marpingerin ihr zweites Buch. Titel: „Strengstens erlaubt“.

Pläne sind da, um von ihnen abzuweichen. Davon ist Gudrun Hinsberger überzeugt. Es ist sozusagen ihre Schreibphilosophie. „Ich habe immer schon ein Gerüst im Kopf. Ich weiß, wie die Geschichte aussehen soll. Aber dann kommt alles ganz anders“, erklärt die Hobby-Autorin. Oft würden ihr lustige oder spannende Dinge einfallen, die sie unbedingt in ihre Erzählung einbauen möchte. Obwohl das vorher nicht geplant war. „Die fließen mir dann einfach so aus der Feder“, sagt die 67-Jährige.

Anfang des Jahres ist nun ihr zweiter Roman „Strengstens erlaubt“ erschienen. Darin erzählt die Marpingenin die Geschichte von Liz Berger. In deren Leben geht es gerade drun-
ter und drüber. Die Grundschule, die sie leitete, wurde geschlossen. Nun möchte sie mit ihren Freunden eine private Lehranstalt gründen. Doch in ihrem trauten Heim scheint sich etwas zusammenzubrauen. Führt ihr Ehemann Bertram etwa ein Doppelleben? Als Pilot und Arzt bei einer Luftrettungs-Gesellschaft ist er häufig unterwegs. Und alles deutet darauf hin, dass er in der Ferne eine Liebhaberin hat. Als hätte Liz mit all dem nicht schon genug Ärger, erfährt sie plötzlich, dass ganz in der Nähe eine neue Grundschule gebaut werden soll. Gleichzeitig versucht in der Nachbarschaft irgendjemand, die Gründung ihrer Privatschule zu verhindern. Es ist eine teils wirre, dramatische, aber auch humorvolle Story, die sich Hinsberger da hat einfallen lassen. „Die Ideen dazu stammen größtenteils aus meinem eigenen Leben. Es gibt viele autobiografische Passagen“, verrät sie.

So war Hinsberger selbst mal Leiterin einer Grundschule. Der in Alsweiler, die 2005 geschlossen wurde. Und ihr Mann arbeitet ebenfalls als Pilot bei der Luftrettung. „Es gibt viele interessante Erlebnisse in meinem Leben, die ich in meine Romane einbringe“, erklärt die Pensionärin. Auch ihr Erstlingswerk „Reden ist Silber, Schweigen ist Quatsch“, das im Jahr 2017 erschienen ist, dreht sich um Liz Berger, deren Familie und die Widrigkeiten des Alltags. Trotzdem betont Hinsberger, dass beide Romane für sich gelesen werden können. „Man muss das erste Buch nicht kennen, um das zweite zu verstehen.“ Mehr als 300 Exemplare des ersten Romans habe Hinsberger bisher verkauft. Sie hofft, an diesen Erfolg anknüpfen zu können. „Ich wünsche mir, dass ich viele Menschen zum Lachen bringen kann“, sagt die Hobby-Autorin.

Sie habe sich mit den Veröffentlichungen einen Traum erfüllt. Schon als Jugendliche sei das Schreiben ihre Leidenschaft gewesen. Allerdings habe ihr da als Schulleiterin meist die Zeit für gefehlt. Um ihren Schülern eine Freude zu machen, habe sie hin und wieder kurze Geschichten verfasst. „Die Kinder haben mir immer an den Lippen gehangen“, denkt Hinsberger gerne an die Zeit zurück. Diese positive Resonanz habe sie nun dazu bewegt, ein Kinderbuch zu schreiben. Darin gehe es um den Härtelwald in Marpingen, die Mutter Gottes und eine Fantasiegestalt. Die ersten Kapitel seien bereits fertig. „Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Buch nächstes Jahr erscheinen“, kündigt Hinsberger, die übrigens unter dem Pseudonym Elisabeth Bonner schreibt, erscheinen. Doch Pläne sind ja bekanntlich da, um von ihnen abzuweichen.

Gudrun Hinsberger aus Marpingen hat nun ihr zweites Buch veröffentlicht. Die Ideen zur Geschichte stammen teils auch aus ihrem eigenen Leben. Foto: Sarah Konrad

Das Buch „Strengstens erlaubt“ hat 226 Seiten und kostet 15 Euro. es ist in dem Verlag „BoD – Books on Demand“ erschienen. Die ISBN-Nummer lautet 9783752867794. Der Roman ist im Internet und in der Buchhandlung Buch und Papier Klein erhältlich. Es gibt die Romanze auch als E-Book.

Mehr von Saarbrücker Zeitung