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Gemeinderat Marpingen beschließt Notausschuss

Gemeinderat Marpingen : Marpinger Rat rückt Wald-Zustand in den Fokus

Einstimmig votieren die Ratsmitglieder in der Corona-Pandemie zudem für einen Notausschuss bis Ende Januar.

Der Marpinger Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung erneut mit der Corona-Pandemie beschäftigt und einen Notausschuss eingesetzt. Wie ein Sprecher der Verwaltung berichtet, stelle die Corona-Krise auch die Ratsarbeit vor erhebliche Probleme. Teile des Rates gehören den Risikogruppen an, und Sitzungen komplett online über Videokonferenzsysteme auszuführen, erweise sich finanziell aber auch technisch als schwierig.

Um die Entscheidungsfähigkeit in der Krise trotzdem zu gewährleisten, wird ein so genannter Notausschuss eingeführt, der wichtige Entscheidungen beraten und beschließen kann, ohne dass der Gemeinderat sich in großer Runde treffen muss. Der Rat sprach sich einstimmig für einen solchen Notausschuss aus. Dieser Beschluss ist bis zum 31. Januar begrenzt. „Neben der Einführung dieses Notausschusses werden wir in der Verwaltung aber auch prüfen lassen, wie solche Sitzungen künftig rechtssicher digital durchgeführt werden können. Unser Ziel muss es sein, handlungsfähig zu bleiben, rechtssichere Beschlüsse fassen zu können und auch in der Krise die demokratischen Grundsätze im Auge zu behalten“, erklärt Marpingens Bürgermeister Volker Weber (SPD).

Revierförster Ingo Piechotta stellte in der Ratssitzung den Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2021 vor. Dabei stellte der Förster schwierige Entwicklungen in Aussicht. Geplanten Einnahmen in Höhe von 106 000 Euro, stehen geplante Ausgaben von 136 000 Euro entgegen. Der Grund: Nach den trockenen Sommern der vergangenen Jahre und einem Rekord-Befall von Nadelbäumen mit Borkenkäfern gehe es dem Wald schlecht.

Viele Bäume mussten nach Angaben des Försters aufgrund des Befalls oder nach Stürmen gefällt und zu sehr niedrigen Preisen auf einem Markt verkauft werden, auf dem deutschlandweit die Preise eingebrochen sind. Diese Entwicklung wird sich laut Piechotta auch in den kommenden Jahren fortsetzen, da die Böden im Wald nach wie vor trocken sind und der Borkenkäfer-Bestand nicht zurückgegangen ist.

Rund zehn bis zwölf Hektar Wald sind in der Gemeinde in den vergangenen Jahren Borkenkäfer und Sturm zum Opfer gefallen. Auch mit einer Erholung der Holzpreise rechnet der Förster in naher Zukunft nicht. Zudem wollen Förster und die Verwaltung 2021 wieder hohe Summen für den Waldschutz und die Wiederaufforstung im Gemeindewald ausgeben. Aufforstungsprojekte soll es laut Sprecher am Höhbüsch in Berschweiler, im Weiherwald in Alsweiler, und am Wald rund um den Ehlenbach in Marpingen geben. Der Waldwirtschaftsplan wurde mit Zustimmung aller Gemeinderatsmitglieder beschlossen. „Gerade in der Pandemie haben wir unseren Wald noch mehr schätzen gelernt. Wir wollen und werden uns auch in den kommenden Jahren verstärkt um diesen kümmern und uns für eine Erholung unserer Wälder einsetzen“, unterstreicht Bürgermeister Weber.

Bürgermeister Volker Weber. Foto: Florian Rech

Zustimmung fand auch ein Antrag auf Förderung des Sportvereins SC Alsweiler. Dieser möchte seine Flutlichtanlage auf dem Sportplatz auf stromsparende, wartungsarme und langlebige LED-Technik umstellen. Der Rat beschloss, den Verein mit 5000 Euro bei der Umrüstung zu unterstützen.