Flächenbrand in Marpingen: 70 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen

Flächenbrand in Marpingen : 70 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen

Im Landkreis St. Wendel ist es am Mittwoch erneut zu einem Flächenbrand gekommen. Dieses Mal loderte es auf einem rund 50 000 Quadratmeter großen Getreidefeld im Bereich Marpingen, Urexweiler, Rheinstraße.

Wie Dirk Schäfer, Brandinspekteur im Landkreis St. Wendel, berichtet, wurden die ersten Einsatzkräfte um 14 Uhr von der Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg alarmiert. „Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung weithin sichtbar, weshalb sofort weitere Rettungskräfte hinzugerufen wurden“, sagt Schäfer. Vor Ort entdeckten die Wehrleute, dass ein Getreidefeld in Flammen stand. Das Feuer habe sich wegen des starken Windes rasant ausgebreitet. Es bildete sich „eine mehrere hundert Meter lange Flammenwand“, beschreibt Schäfer.

Da die Einsatzstelle außerhalb des Ortes lag, mussten die 70 Retter das Löschwasser mit Hilfe einer rund 1,5 Kilometer langen Schlauchleitung zum Feld transportieren. Weitere Helfer mit Tanklöschfahrzeugen sowie vorsorglich zusätzliche Einheiten mit Schlauchmaterial seien alarmiert worden. „Mit vereinten Kräften gelang es, die Brandausbreitung kurz vor dem Erreichen des Waldrandes zu stoppen“, erklärt Schäfer. Er betont, dass Landwirte mit Traktoren und anderen Gerätschaften die Feuerwehr unterstützt hätten.

Nachdem die Flammen unter Kontrolle waren, wurden die Flächen umgepflügt und nochmals gewässert. Das Feuer habe auch drei Holzmasten einer Stromleitung angegriffen. Ein Energieversorger musste sie auf Standsicherheit prüfen. „Zum Glück blieben die Masten weitgehend unversehrt“, sagt Schäfer.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Ein Rettungswagen sei lediglich zum Schutz der Helfer zur Einsatzstelle gerufen worden. Diese waren noch bis 17 Uhr mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Über die Schadenshöhe kann Schäfer keine Angaben machen. Dafür kennt er die Ursache für das Feuer. Ein Landwirt habe das Feld abgeerntet. „Dabei haben sich vermutlich durch Steinschlag im Mähwerk Funken gebildet und das Feuer ausgelöst“, erklärt Schäfer. Der Landwirt habe sich und seine Maschine aber glücklicherweise rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Im Einsatz waren: alle Löschbezirke der Feuerwehr Gemeinde Marpingen, die Löschbezirke Oberthal/Gronig, Hasborn-Dautweiler, St. Wendel-Kernstadt und Oberlinxweiler, ein Rettungswagen der Deutschen-Roten-Kreuz-Wache St. Wendel, die Drohne des Landkreises St. Wendel, die Polizei, der Energieversorger Strom und Wasser.

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