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Feuerwehr hat neues Rettungsgerät

Feuerwehr hat neues Rettungsgerät

Urexweiler. Die Urexweiler Feuerwehr hat einen neuen hydraulischen Rettungssatz. Die Produkte sind leistungsstarke Rettungsgeräte für technische Hilfeleistungseinsätze, die insbesondere bei Verkehrsunfällen zur Anwendung kommen, um eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen zu befreien

Urexweiler. Die Urexweiler Feuerwehr hat einen neuen hydraulischen Rettungssatz. Die Produkte sind leistungsstarke Rettungsgeräte für technische Hilfeleistungseinsätze, die insbesondere bei Verkehrsunfällen zur Anwendung kommen, um eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen zu befreien. Das Hydraulikaggregat EMatic mit Elektroantrieb verfügt über zwei angebaute Schnellangriffshaspeln mit jeweils 20 Meter langen Höchstdruckschlauchpaaren und Singlekupplungen. Diese ermöglichen einen sekundenschnellen Wechsel der angeschlossenen Geräte (zum Beispiel Rettungszylinder) auch bei anstehendem Druck. Es ist möglich, beide Rettungsgeräte parallel oder wechselseitig im Turbobetrieb anzusteuern. Sie werden dabei mit einem maximalen Druck von 700 bar betrieben. Die Rettungsschere vom Typ RSX 200-107 hat eine Öffnungsweite von bis zu 200 Millimetern und eine maximale Schneidkraft von 107 Tonnen bei einem Gewicht von rund 20 Kilogramm. Es handelt sich um eines der leistungsfähigsten Geräte, die aktuell am Markt sind. Hiermit ist der Löschbezirk Urexweiler gut für Einsätze mit Fahrzeugen der neuesten Generation gerüstet. Durch die immer weiter fortschreitende Verbesserung der passiven Sicherheit im PKW-Bereich unter anderem durch die Verwendung hochfester Materialen wie spezieller Stahllegierungen, von Spezialprofilen und weiterer Sicherheitsfeatures, wie Seitenaufprallschutz, werden hohe Anforderungen an die Geräte gestellt, welche das bisher vorhandene Schneidgerät nicht mehr erfüllen konnte. Der Spreizer SP 49 hat eine Öffnungsweite von 710 Millimetern und eine maximale Spreizkraft von 330 Tonnen; sein Gewicht beträgt 20,5 Kilogramm. Er dient zum Auseinanderspreizen, beispielsweise von verklemmten oder deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen. Er kann allerdings auch zum Zusammendrücken oder Anheben verschiedener Materialien benutzt werden. Um die neuen Einsatzmittel im Gerätewagen verladen zu können, waren Umbauarbeiten erforderlich, die durch die Feuerwehrkameraden aus Urexweiler in Eigenleistung vorgenommen wurden. So wurde unter anderem ein neuer Geräteauszug im Wert von 1500 Euro angefertigt und im Fahrzeug montiert. Die anfallenden Materialkosten wurden durch den Löschbezirk übernommen. Die Geräte mit einen Gesamtwert von über 14 000 Euro wurden durch einen Spender finanziert, der namentlich nicht genannt werden möchte. Sie ersetzten Hydraulikaggregate und Spreizer, die damals über Mittel aus der Kameradschaftskasse des Löschbezirks beschafft wurden. Die Feuerwehr bedankt sich ausdrücklich bei dem großzügigen Spender. red