1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Marpingen

Handball: Ein lehr-, aber auch schmerzreiches Turnier

Handball : Ein lehr-, aber auch schmerzreiches Turnier

Die HSG Marpingen-Alsweiler bot den Fans beim ersten Moskito-Cup hochkarätigen Frauen-Handball. Dabei schonten sich die Spielerinnen nicht.

Beim zweitägigen Moskito-Cup gelang dem Frauenhandball-Oberligisten HSG Mapringen-Alsweiler kein einziger Sieg – und am Ende wurde es richtig schmerzhaft. Seline Kunrath bekam Knieprobleme, Trainertochter Michelle Hartz zog sich eine Beckenprellung zu. Beide mussten beim letzten Turnierauftritt der Moskitos in der Marpinger Sporthalle gegen den freiwilligen Drittliga-Absteiger TSV Kandel passen.

Beim Zwischenstand von 4:5 rasselte dann auch noch HSG-Neuzugang Joline Müller mit einer Kandeler Akteurin zusammen. Folge: das Aus für Müller wegen einer Ellbogenverletzung, die TSV-Spielerin musste mit einer blutenden Platzwunde vom Feld transportiert werden. Kurze Zeit später humpelte auch noch Rückraum-Akteurin Carolin Wegmann von der Platte in die Krankenabteilung auf der Ersatzbank. Moskitos-Trainer Jürgen Hartz schickte nach und nach seine Spielerinnen aus dem Perspektivkader ins Geschehen. Durch zwei Treffer von Anna Bermann verkürzten die HSG auf 6:7.

Zur zweiten Hälfte tauschte der Übungsleiter dann Torfrau Carina Kockler gegen die B-Jugendliche Birte Brunke – und die Moskitos setzten nach einem 6:11-Rückstand zur Aufholjagd an. Die Nachwuchstorhüterin zeigte mehrere Glanzparaden. Nach jedem gehaltenen Ball ging ihr Blick sofort in Richtung Torwarttrainer Dirk Wagner, dessen Daumen nach oben zeigte. Auch im Angriff forschte die Jugend mit Erfolg: Michelle Reis und Jana Korn brachten Marpingen auf 12:14 heran. „Am Ende hat uns dann aber die Kraft gefehlt“, meinte Trainer Hartz. Denn im Schlussspurt besiegte Kandel den Oberligisten mit 17:14.

Anschauungsunterricht, was zwei Spielklassen höher verlangt wird, demonstrierten anschließend die Zweitligisten TV Beyeröhde und FSV Mainz 05. „Wir haben dieses Spiel extra an das Turnierende gelegt“, erklärte Beyeröhdes Trainer Martin Schwarzwald, der die Planungen des Moskito-Cups mitgestaltet hat. Das Topmatch endete mit einem 24:24. Die HSG hatte zuvor gegen Beyeröhde (17:31) und Mainz (19:30) verloren.

„Das war für uns völlig in Ordnung“, stellte Trainer Hartz fest. Die beste Turnierleistung zeigten die Moskitos bei der 24:28-Niederlage gegen den Drittligisten HSV Solingen-Gräfrath. „Für mich war das richtig gut“, meinte Hartz. Auch Moskitos-Manager Reimund Klein war trotz einer Temperatur von 31 Grad in der Halle mit der ersten Ausgabe des Turniers zufrieden. „Es sollten Testspiele sein, bei dem es keine Pokale und Siegerehrung gibt. Sportlich und organisatorisch ist der erste Gehversuch gut gelaufen“, resümierte Klein. Ziel sei es nun, das Turnier zu etablieren. „Über die Form und den Termin wollen wir noch nachdenken“, so Klein. In die Planungen für das kommende Jahr wird dann auch wieder Martin Schwarzwald, Ex-Trainer des SV 64 Zweibrücken, involviert sein. „Es hat alles gepasst und schreit nach einer Wiederholung“, attestierte er eine gelungene Premiere.