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Eigenwillige Kreationen wie aufgebockte Autos

Eigenwillige Kreationen wie aufgebockte Autos

Auf der Urexweiler Hobbyausstellung zeigten 21 Anbieter aus dem Saarland ihre Handwerksstücke. Lederwaren, Schmuck und allerlei Zierrat für das Weihnachtsfest gab es in der Mehrzweckhalle zu sehen.

Urexweiler. Peter Schöde bastelt aus Modellautos eigenwillige Schmuckstücke: Ein verbeulter Mercedes ohne Reifen steht aufgebockt in der Werkstatt, eine in kunterbunten Ersatzteilen zusammengeschusterte Ente gammelt auf der Wiese - solche Rostlauben sind nicht zwangsläufig ein Fall für den Schrott. "Meine Autos sollen aussehen wie Scheunenfunde", beschreibt der ehemalige Karosseriebauer und leidenschaftliche Modellsammler. Schöde stellt seine eigenwilligen Kreationen auf der Urexweiler Hobbyausstellung, neben dem Strickwarenstand seiner Frau Petra aus. Sie hatte die Idee dazu, "Damit die Männer auch was zum Schauen haben", sagt sie und schmunzelt.
Individuelle Ledergürtel

In Urexweiler gibt's noch mehr zu sehen. Eulen beispielsweise. "Sie sind immer noch der Trendvogel", berichtet Gabriele Ronge, während sie weiteren Nachwuchs in Kissenform strickt. Gegenüber klopft Norbert Margardt Gürtelschnallen an Lederriemen fest. An seinem Stand reihen sich Gürtel an Lederschuhe und Börsen. "Am liebsten lassen sich die Leute hier von mir einen neuen Gürtel anfertigen, damit sie etwas ganz Persönliches haben", sagt Margardt.

Weihnachtlich wird's bei Michaela Müller und Irmgard Ney. Gestern hätten sie extra für die Hobbyausstellung noch einen Brand gemacht; sie stellen nämlich Deko aus Ton her. Nikoläuse sowie Engel, einige davon aus Raku-Keramik. Müller: "Raku kommt aus Japan. Der Ton wird mit 1000 Grad gebrannt und dann luftdicht auf Heu zum Abkühlen eingebettet." Dadurch entstünden die charakteristischen Risse auf der Oberfläche der Figuren.

Seit über 30 Jahren schon gibt es die Hobbyausstellung, veranstaltet vom Urexweiler Heimat- und Verkehrsverein. Vorsitzender Werner Morgenthal: "Wir veranstalten die Ausstellung absichtlich im November, denn in der dunklen Jahreszeit ruht die Gartenarbeit, und viele Hobbyhandwerker arbeiten dann in ihren Werkstätten."