Ehrung beim Blutspendetermin in Alsweiler

Termin beim DRK Alsweiler : Rotes Kreuz in Alsweiler ehrt Blutspenderin

50 mal hat sich Angelika Schäfer bereits Blut abnehmen lassen. Zwei bis drei Termine im Jahr sind bei ihr die Regel.

Rund 60 Personen folgten jüngst dem Aufruf des Alsweiler Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), und kamen ins örtliche Pfarrheim zur Blutspende. Dabei wurde nicht nur gespendet, sondern auch geehrt: Für 50 Spenden wurde Angelika Schäfer aus Alsweiler ausgezeichnet. Ortsvereinsvorsitzender Manfred Recktenwald und Vorstandsmitglied Karl-Heinz Kauth gratulierten und überreichten ihr eine Urkunde sowie die goldene DRK-Anstecknadel.

„Vor knapp 20 Jahren wurden mein Ehemann und ich durch eine Anzeige im örtlichen Gemeindeboten auf das Blutspenden aufmerksam. Seitdem spende ich regelmäßig zwei bis drei Mal im Jahr Blut“, berichtete Angelika Schäfer.

Der DRK-Ortsverein konnte an diesem Abend weitere treue Blutspender begrüßen. Anja Arnu aus Alsweiler gefiel besonders die professionelle, aber auch liebevolle Betreuung und die angenehme, familiäre Atmosphäre im Alsweiler Pfarrheim. „Ich will helfen und gehe regelmäßig zum Blutspenden, obwohl ich auch schon nach ärztlicher Untersuchung abgewiesen wurde“, erzählte Arnu. Verantwortlich für den Ausschluss seien eine zuvor erhaltene Akupukturbehandlung oder riskante Blutdruckwerte gewesen. Für Peter Laub aus Alsweiler ist Blutspenden eine gesellschaftliche Verpflichtung und ein Zeichen der Nächstenliebe. „Durch die Spenden helfen wir Menschen in lebensbedrohlichen Situationen und sicherlich auch Leben zu retten“, so Laub. Darüber hinaus könne jeder Blutspender auch wichtige Informationen zu seinem Blutbild und seinen Blutwerten und somit über seinen Gesundheitsstatus erhalten. „Und schließlich handelt es sich beim Blutspenden ja auch um einen Aderlass, der seit Jahrhunderten Anwendung findet und nachweislich auch zur Gesunderhaltung beiträgt“, so Laub.

Zu ihrer ersten Blutspende erschienen war die die 22-jährige Alina Matthias aus Marpingen. „Ich will meinen Mitmenschen helfen und stelle mir vor, dass auch ich einmal in eine Notlage gelangen kann und dann erleichtert sein werde, dass Blutkonserven für mich zur Verfügung stehen.“ „Über Erstspender freuen wir uns ganz besonders“, stellte Karl-Heinz Kauth, an diesem Abend erste Anlauf- und Anmeldestelle für die Blutspender, fest.

Neue Spender zu gewinnen werde nach den Worten Kauth aufgrund der demographischen Entwicklung zunehmend schwieriger, statistisch betrachtet seien drei bis vier Jungspender erforderlich, um letztendlich auf Dauer die Blutspendemenge eines Altspenders zu erreichen.

Rund 15 bis 20 Helfer des DRK waren an diesem Abend im Einsatz. „Die vielen Helfer garantieren, dass jedem Blutspender die notwendige erforderliche Betreuung zuteil wird“, sagte der Vereinsvorsitzende Manfred Recktenwald. Dies beginne mit der Anmeldung, einer Information und Belehrung sowie einem Gesundheitscheck der Spendenwilligen. Es folge die Blutentnahme selbst und ende mit der Nachversorgung der Spender mit bereitgestelltem Kaffee, belegten Brötchen, Schokolade, Keksen und weiteren kleinen Stärkungen.

Das gespendete Blut geht indes zur Blutspendezentrale nach Bad Kreuznach, wo sich der gemeinsame Sitz der DRK-Landesverbände Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen befindet. Von dort werden die Blutkonserven laut Recktenwald von den Krankenhäusern angefordert. Die nächste Blutspendeaktion in Alsweiler ist für den 15. Januar kommenden Jahres an gleicher Stelle geplant.

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