DRK-Kleiderkammer in Urexweiler bleibt

Es geht weiter : Neue Mitstreiter für Kleiderkammer gefunden

In Urexweiler geht der Betrieb der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes weiter. 14 neue Mitarbeiter sind da.

Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Urexweiler bleibt bestehen. Ihre Zukunft hatte zuletzt auf der Kippe gestanden, da die meisten der Mitarbeiter bereits deutlich im Rentenalter waren und sich gesundheitlich und altersbedingt nicht mehr in der Lage sahen, die Arbeit ordnungsgemäß zu verrichten (wir berichteten). Der Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Przywarra startete eine Initiative, um neue Mitarbeiter zu finden. Nach Veröffentlichungen in der Presse und dank der Unterstützung von Bürgermeister und Ortsvorsteherin hat die Kleiderkammer mit einer neuen Crew die Arbeit wieder aufgenommen.

„Damit die neuen Mitarbeiter wissen, was das Rote Kreuz ist und was es alles zu leisten im Stande ist, möchte ich die Neueröffnung mit einem Videobeitrag starten“, sagte Jürgen Przywarra im DRK-Heim. „Es gibt Weltfirmen, die haben einen Bekanntheitsgrad von bis zu 50 Prozent weltweit“, fuhr er fort. „Wir, das Rote Kreuz liegen bei bis zu 80 Prozent“, hob er die globale Bedeutung der Hilfsorganisation hervor. „Die Kleiderkammer ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, nicht zuletzt auch im Katastrophenschutz“, so Przywarra weiter. Die beiden Ortsvereine in Furschweiler und in Urexweiler betreiben für den Kreisverband jeweils eine Kleiderkammer.

14 neue Mitarbeiter stellen nun sicher, dass die Kleiderspenden entsprechend sortiert und ausgegeben werden. Die bisherige Leiterin der Kleiderkammer, Gertrud Meiser, bleibt auch weiterhin im Amt. „Auf Deine Erfahrung und Tatkraft möchten wir in der Kleiderkammer nicht verzichten müssen“, begründete Przywarra den Verbleib in der Leitung der beiden Kleiderkammerteams in Urexweiler. Denn ab sofort gibt es jeweils ein Vormittags- und ein Nachmittagsteam. Besonders freute sich der Vorsitzende darüber, dass jetzt auch zwei Männer dabei seien, die in erster Linie die etwas schwereren Arbeiten wie das Leeren des Kleidercontainers verrichten sollen. Neu ist auch, dass am ersten Mittwoch im Monat jetzt von 9 bis 18 Uhr über den ganzen Tag mit einer Pause von 11  bis 16 Uhr Kleider ausgegeben werden. Außerdem wies der Vorsitzende darauf hin, dass es künftig keine Kleidersammlungen mehr geben wird. Kleiderspenden können in den dafür vorgesehenen Containern oder in der Kleiderkammer selbst zu den Öffnungszeiten oder nach Absprache abgeben werden.

Der Ortsvereinsvorsitzende verabschiedete die bisherigen Mitarbeiter und dankte ihnen mit Urkunden und  Notfalldosen als Präsente. „Ihr seid nicht aus dem Roten Kreuz entlassen, sondern seid auch weiterhin sehr gern zum Beispiel bei den Blutspendeterminen als Helfer gesehen“, versicherte er sich der weiteren Mitarbeit.

„Neben dem Rettungsdienstgeschehen spielt die Sozialarbeit im Deutschen Roten Kreuz eine zunehmend größere Rolle“, sagte der Kreisvorsitzende Landrat Udo Recktenwald (CDU). Der Kleiderkammer käme dabei eine zentrale Rolle zu, Menschen in Not zu helfen und damit einen Beitrag zur Sozialarbeit zu leisten.

Bürgermeister Volker Weber (SPD) betonte, dass die Kleiderkammer ein wichtiges soziales Projekt nicht nur für die Gemeinde Marpingen, sondern für den gesamten Landkreis ist. „Auf Ihnen ruht jetzt die Zukunft der Kleiderkammer“, wandte er sich an die neuen Mitarbeiter. „Es ist schön, dass sich so viele Freiwillige gefunden habe, um die Erfolgsgeschichte der Kleiderkammer fortzuführen.“

Abschließend bemerkte der Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Przywarra, dass es im Sanitätsdienst des Urexweiler Ortsvereins noch Defizite gebe. „Wir brauchen neue, junge Menschen mit Engagement, die sich für die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes begeistern können“, rief er dazu auf, mitzuarbeiten.

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