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Die Gäste kommen mit Wut im Bauch

Die Gäste kommen mit Wut im Bauch

Die Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler empfangen an diesem Samstag den SV Zwei- brücken. Der hat mit den Moskitos noch eine Rechnung offen.

Kreuzbandriss und Saison-Aus bei Seline Kunrath, eine krachende 15:29-Packung in Bassenheim - und nun steht fest: Kreuzbandriss und Saison-Aus für Sara Urhahn. Drei Tiefschläge binnen einer Woche haben die Oberliga-Handballerinen der HSG Marpingen-Alsweiler vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen den SV Zweibrücken an diesem Samstag (20 Uhr, Sporthalle Marpingen) hinnehmen müssen. "Die Mädels waren im Training konsterniert und verunsichert, ich habe sie aufmuntern müssen. Die Verletzung von Sara und die Niederlage mit 14 Toren Unterschied in Bassenheim - so etwas nagt an einem", berichtet Moskitos-Trainer Jürgen Hartz.

Gleichzeitig appelliert er an seine Spielerinnen, die in der Partie gegen Zweibrücken notwendige Reaktion zu zeigen. "Es geht für uns um ganz wichtige Punkte. Mit großer Motivation müssen wir auf das Spielfeld gehen und Zweibrücken unter Druck setzen", fordert der Übungsleiter.

Mit elf Punkten belegt seine Mannschaft derzeit Tabellenplatz neun, der kommende Gegner liegt mit zwei Zählern weniger auf Rang elf. "Wir müssen uns jetzt wehren, denn mit der Abstiegsfrage wollen wir nichts zu tun haben", fordert Hartz, der von einer "brutal schweren" Restserie ausgeht. Die langfristigen Ausfälle von Rechtsaußen Kunrath und Urhahn im Rückraum erschweren sein Vorhaben, schnellstens die nötigen Punkte für den Klassenverbleib zu sammeln, zusätzlich. Zumal wirkliche Alternativen für die Verletzten fehlen. "Zweibrücken ist personell besser besetzt als wir, denen fehlt nur noch die verletzte Lucie Krein. Und die Mannschaft kommt auch wegen der 18:37-Niederlage im Pokalspiel mit viel Wut im Bauch zu uns", glaubt Hartz und rechnet damit, dass die Gäste erhebliche Revanchegelüste hegen.

Oberste Priorität hat für ihn daher eine dynamische Abwehrarbeit seiner Spielerinnen, zudem hofft er auf den gewohnt starken Auftritt der Schlussfrauen Carina Kockler und Christine Herrmann. "Wenn wir in der Defensive mannschaftlich geschlossen agieren, dann muss Zweibrücken erst einmal 20 Tore gegen uns erzielen", so der 50-Jährige. Beim Angriffsspiel gegen die meist offensive SVZ-Abwehrformation dürften seine Spielerinnen nicht die Geduld verlieren und müssen eine konzentrierte Leistung über die gesamte Spieldauer abrufen. "So leicht wird das aber nicht gehen. Ich erwarte einen engen Spielverlauf, bei dem wir den Heimvorteil nutzen müssen", ergänzt der Moskitos-Trainer.

Zum Thema:

Kellerduell in der Saarlandliga: In der Handball-Saarlandliga der Frauen steht am diesem Wochenende das Kellerduell an: Der noch sieglose FC Schwarzerden (1:25 Punkte) tritt am Sonntag, 16.45 Uhr, beim Tabellenvorletzten HC Schmelz (5:21 Zähler) an. Der Drittletzte, die FSG Dirmingen-Schaumberg (7:17), spielt am Samstag ab 18 Uhr bei der HSG Saarbrücken (9:9). Die Männer der HSG Nordsaar haben am Wochenende frei.