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„Der Aufstieg käme noch zu früh“

„Der Aufstieg käme noch zu früh“

Die Saarlandliga-Handballer der HSG Nordsaar sind seit elf Spieltagen ungeschlagen und erster Verfolger von Spitzenreiter Völklingen. Am morgigen Samstag trifft die HSG zum Spitzenspiel in Marpinger auf den HC Schmelz. Im Hinspiel setzte es die bislang letzte Niederlage.

Die Art und Weise der 19:20-Auswärts-Niederlage im Dezember beim HC Schmelz hatte Peter Monz, dem Trainer des Handball-Saarlandligisten HSG Nordsaar, überhaupt nicht geschmeckt. Anschließend holte er zu einem Rundumschlag aus. "Alles muss besser werden", so die damalige Forderung des Übungsleiters.

Seine Worte haben bei den Spielern Gehör gefunden und sind von ihnen verinnerlicht worden. Denn seit elf Spielen, seit diesem denkwürdigen Auftritt in Schmelz, ist die HSG ungeschlagen. Was passiert ist? "Die Mannschaft hat begriffen, dass sie ohne Laufbereitschaft und Engagement ihre Spiele nicht gewinnen kann", erklärt Monz. Und seitdem gewinnt sie. Wo der Höhenflug hinführen soll? Zwei Zähler liegt die HSG derzeit hinter Tabellenführer Völklingen in Lauerstellung. Doch Titel und Aufstieg sind (noch) kein Thema. "Ich denke nicht daran, ob Völklingen noch einmal patzt, oder nicht. Mich interessiert nur die Entwicklung der Spieler", stellt der 50-Jährige klar. Aus seiner Trainertätigkeit bei der HF Illtal weiß er, was in der Oberliga auf seine junge Truppe zukommen könnte. "Für uns käme die Spielklasse zu früh. Einige Spieler haben dafür noch Defizite und es würde ihre Entwicklung unterbrechen", meint er.

Am Samstag (18 Uhr, Sporthalle Marpingen ) steht nur das Heimspiel gegen den Vierten HC Schmelz an. "Schmelz hat die zweitwenigsten Gegentore kassiert", warnt Monz. Die Deckungsformation der Gäste soll seine Mannschaft mit schnellem Spiel erst gar nicht richtig zum Agieren kommen lassen.

Unangenehm kann es für die HSG werden, wenn der bewegliche HC-Spielmacher Christian Weber und der wurfstarke Routinier Martin Rockay zu ihrem Rhythmus finden. "Schmelz ist zwar auswärts nicht so stark wie in eigener Halle, aber wir sind gewarnt", betont Monz. Seine Akteure wollen in jedem Fall ihren 21-Punkte-Lauf weiter ausbauen. Dabei kann der 17-jährige Rechtsaußen Malik Recktenwald nicht mithelfen. "Er hat sich am Außenband verletzt", teilt Monz mit. Wie lange der Linkshänder pausieren muss, steht noch nicht fest.