„Das war charakterlos“

Die 1:5-Heimpleite von Verbandsliga-Schlusslicht FC Hellas Marpingen gegen Ballweiler brachte Trainer Frank Kessler richtig auf die Palme. Den miserablen Auftritt seiner Spieler in Hälfte zwei bezeichnete er als „charakterlos“.

Erst gab es in Marpingen den Abpfiff - und dann den Anpfiff. Nach einer desolaten Vorstellung war Fußball-Verbandsligist FC Marpingen am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim mit 1:5 (1:1) untergegangen. Sofort nach dem Schlusspfiff ließ das Trainergespann, Frank Kessler und Thomas Alt, die Kicker zu einer Standpauke in der Kabine antanzen. "Was die Mannschaft in der zweiten Halbzeit gezeigt hat, war charakterlos. Sie hat die Hälfte komplett abgeschenkt und das Wort Abstiegskampf nicht verstanden", ging der stocksaure Übungsleiter Kessler mit seinen Akteuren hart ins Gericht.

Bereits in Halbzeit eins lief Marpingen den Gästen meist nur hinterher. "Ihr seid zu weit weg von den Gegenspielern", schrie Kessler ständig von der Seitenlinie auf das Spielfeld. Seine Rufe fanden aber kaum Gehör. Nach einer Ecke köpfte Ralph Smith die Kugel noch vor der Torlinie weg (8.). Torwart Johannes Diesel bügelte einen Patzer der Abwehr mit einer Glanzparade aus (11.). Überraschend gingen die Marpinger mit ihrem ersten Angriff sogar in Führung. Simon Plein drückte einen Querpass von Daniel Bernard zum 1:0 (27.) über die Linie. "Das Tor hat Simon mit seinem Einsatz erzwungen", lobte Trainer Alt.

Kurz darauf hätte der FC die Führung ausbauen können, doch Giuseppe Mangiardi bekam vor dem Tor die Kugel nicht unter Kontrolle. Direkt im Gegenzug fiel der Ausgleich. Bei einem Freistoß zirkelte Linksfuß Alexander Henrich den Ball an der schlecht gestellten Mauer vorbei zum 1:1 in die Tormitte (30.). Auf der Gegenseite scheiterte Mangiardi an Gäste-Torhüter Kevin Welsch (43.).

Ein schlampiger Pass am gegnerischen Strafraum von Mangiardi leitete nach der Pause den Niedergang der Marpinger ein: Christian Zech vollendete den Konter zum 2:1 für Ballweiler (48.). "Danach hat sich die Mannschaft ihrem Schicksal ergeben, wir haben uns nicht mehr gewehrt", beklagte Kessler. Gäste-Spielertrainer Sascha Meyer schoss einen lupenreinen Hattrick. "Einen Torschuss von uns habe ich nicht gesehen", kritisierte Kessler. Stattdessen musste er mit ansehen, wie sein Team kampflos in alle Einzelteile zerfiel.

Auch für den VfB Theley gab es nichts zu ernten. Durch das 0:2 bei der DJK Bildstock ist der VfB auf dem vorletzten Tabellenplatz angekommen. Am Samstag kommt es am Schaumberg zum direkten Duell zwischen Theley und Hellas.