Betreiber drohen schwere Anklagen Restaurant-Einsturz auf Mallorca – Spendenaufruf für die Familie der verstorbenen Saarländerin (31)

Update | Marpingen/Mallorca · Im „Medusa Beach Club“ auf Mallorca starben am Donnerstagabend vier Menschen. Darunter eine 31-jährige Frau aus dem Saarland. Nun wurde ein Spendenkonto für die Familie der Verstorbenen eingerichtet.

Club-Einsturz auf Mallorca: Spendenaufruf für verstorbene Saarländerin
Foto: dpa/Clara Margais

Nach dem Einsturz einer Restaurantterrasse am Ballermann liegen jetzt erste Untersuchungsergebnisse vor. Die Bildzeitung berichtete zuerst, dass der betreffende Bereich keine Lizenz gehabt habe. Dies soll durch Techniker bestätigt worden sein, die von einem spanischen Gericht beauftragt wurden.

Bereits 2017 soll dieser Bereich von der technischen Bauaufsicht als nicht begehbar eingestuft worden sein. Der Einsturz sei auf eine Überlastung zurückzuführen. Dem Bericht zufolge sieht sich der Betreiber des Clubs nun Anklagen wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Verstößen gegen Bau- und Sicherheitsvorschriften gegenüber.

Tragödie am Ballermann: Frau aus dem Saarland unter den Todesopfern

Unter den Todesopfern befand sich eine 31-jährige Frau aus Marpingen im Saarland. Sie hielt sich im „Medusa Beach Club“ auf, um sich nach ihrem Einsatz bei einem Jahrhunderthochwasser zu erholen. Die Frau, die zwei Kinder hinterlässt, war zusammen mit ihrem Ehemann nach Mallorca gereist. Der Ehemann erlitt Kopfverletzungen, die jedoch nicht lebensbedrohlich sind. Der Marpinger Ortsvorsteher German Eckart zeigte sich bestürzt über das Unglück.

Freiwillige Feuerwehr Marpingen und Physiotherapie Lézaud richten Spendenkonto ein

Nun wurde ein Spendenkonto für die Familie der verstorbenen Saarländerin eingerichtet. Mithilfe der Spenden sollen der Mann und die beiden gemeinsamen Kinder der jungen Frau aus Marpingen unterstützt werden.

Neben der Frau aus Marpingen starben bei dem Unglück eine 20-jährige Deutsche, eine 23-jährige Spanierin und ein 44-jähriger Senegalese. Insgesamt wurden 14 Menschen verletzt, von denen sechs inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Fünf Verletzte befinden sich weiterhin in kritischem Zustand.

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