1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Marpingen

Blutspenderehrung in Urexweiler: Blutspender in Urexweiler ausgezeichnet

Blutspenderehrung in Urexweiler : Blutspender in Urexweiler ausgezeichnet

Das Deutsche Rote Kreuz bietet vor Ort regelmäßig Termine an, künftig sollen diese aufgestockt werden.

„Sie haben insgesamt 37,5 Liter Blut gespendet“, sagte Jürgen Przywarra vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Ortsverein Urexweiler,  und wandte sich damit an den Urexweiler Eugen Angel. Der 56-Jährige bekam für sein Engagement Urkunde und Ehrennadel. 75 Blutspenden hat er bereits hinter sich gebracht.

Przywarra zeigte sich sehr erfreut darüber, dass trotz der Ferienzeit 89 Spender zum Termin  gekommen waren. „Jeder Blutspender ist Lebensretter“, betonte er.

Für viele Patienten sei erst durch die notwendigen Blutkonserven ein lebenswerteres Leben wieder möglich, so zum Beispiel bei Hüftoperationen.

Dabei werde sehr viel Blut benötigt und ohne Spender in ausreichender Zahl wären derartige Operationen schlichtweg nicht möglich. „Blut kann man nicht kaufen und auch nicht künstlich herstellen“, erklärte Przywarra. „Viele wissen auch nicht, dass man mit einer Spende mehreren Menschen das Leben retten kann, denn das Spenderblut wird beispielsweise auch in seine Bestandteile zerlegt und in Form von Blutplasma unter anderem zur Stabilisierung des Kreislaufes bei Operationen eingesetzt.“ Der gestiegene Bedarf an Blutkonserven habe den Verein dazu veranlasst, im nächsten Jahr auf fünf Termine aufzustocken — einen mehr als bisher.

„Wir hoffen, dass das dazu führt, dass das Spendenaufkommen steigt“, so der Vereins-Chef. Geehrt wurde an diesem Tag auch Jürgen Maurer und zwar für 50 Spenden. Der Bautechniker wurde durch Freunde zum Blutspenden animiert und ist seitdem regelmäßig mit von der Partie.

„Nicht nur, dass man damit anderen helfen kann, es ist auch ein gewisses kleines gesellschaftliches Ereignis. Man trifft hier immer Leute in netter Runde und kann auch noch etwas gesellig beisammen sitzen“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Vor vier Jahren hat Markus Neis mit dem Blutspenden angefangen. Für den 45-jährigen Polizeibeamten steht dabei der Lebensrettungsgedanke im Vordergrund. „Für mich hat es auch eine gewisse Tradition, hat doch schon mein Vater stets Blut gespendet. Nun möchte ich diese Tradition gerne fortsetzen.“ 25 mal hat Esther Damerow Blut gespendet. Sie ist als Krankenschwester quasi vom Fach und somit liegt das Blutspenden nahe. „Ich war auch immer schon mit meiner Mama mitgegangen und bin dann dabei geblieben.“

Bedingt durch die Geburt ihrer Kinder musste sie zwischenzeitlich pausieren. „Und wenn man dann noch auf die Idee kommt sich ein Tattoo stechen zu lassen, dann darf man für eine gewisse Zeit auch nicht zum Blutspenden“, erklärte sie.

Dies geschehe aus Sicherheitsgründen, weil man nie so genau wisse, wie sauber bei Tattoo-Künstlern gearbeitet werde. Daher gibt es Fristen, die danach eingehalten werden müssen um zu vermeiden, dass Infektionen durch die Blutkonserve übertragen werden können.

Der nächste Blutspendetermin in der Mehrzweckhalle in Urexweiler findet nach Mitteilung statt am Montag, 30. Oktober, von 16.30 bis 20 Uhr.