Billigflieger und Plüschpantoffeln

Billigflieger und Plüschpantoffeln

Marpingen. An den beiden letzten Freitagen vor Fastnacht luden die Frauen zu zwei Kappensitzungen ein, die beide restlos ausverkauft waren

Marpingen. An den beiden letzten Freitagen vor Fastnacht luden die Frauen zu zwei Kappensitzungen ein, die beide restlos ausverkauft waren. Der Einzug aller Aktiven - eine farbenfrohe als Clowns "verboozte" Schar - war schon typisch "mäbingerisch": Sie sangen den alten Marpinger Gassenhauer "Mir senn die Garde, die iwwert Mäbinger Plaschder ziehe" und brachten gleich mächtig Stimmung in die Bude. Die Ehrenvorsitzende Renate Huber führte durch ein buntes Programm. Elisabeth Polenschak fungierte als "Billigflieger" und berichtete von Freuden und Leiden einer Frau, die möglichst billig möglichst viel Urlaub haben will. Gar nicht "schlafmützig" - wie auf den ersten Blick zu vermuten war, präsentierte sich dann die in Nachtwäsche gewandete Gesangsgruppe, die von den Vorzügen des Bettes erzählte. Die seit zwei Jahren bestehende Teenie-Garde (Sarah Backes, Lea Dewes, Julia Dörrenbächer, Christine Gilges, Anna Hans und Melanie Schreier), allesamt Töchter von kfd-Aktiven, legten einen flotten Rock 'n' Roll auf die Bühne. Die "Läärische" (Brigitte Backes, Roswitha Dewes und Eva Schmitt) glossierten die großen und kleinen Ereignisse rund um Kirchturm, Rathaus und eigenen Alltag und hatten einige sehr eigenwillige Lösungsmöglichkeiten zu bieten. Auch den Unterschied zwischen einem Telefonhörer und einem Politiker kannten sie: Den Telefonhörer kann man aufhängen, wenn man sich verwählt hat. Danach stand "Abba - mal anders" auf dem Programm: Der Hit "SOS" wurde von schrillen Handpuppen vorgestellt. Nach diesem "Act" zog dann "Hermine Duckmaus" (im wahren Leben auch als Lydia Hubertus bekannt) die Zuschauer in ihren Bann: Sie wusste wieder allerlei aus ihrem Familienleben mit Ehemann "Karli" und den beiden Söhnen zu berichten. Danach waren die "Black Ladies" an der Reihe: Doris Dörrenbächer, Ute Guther, Henny Backes, Marlene Paul, Waltraud Gilges, Birgit Ohlmann, Bärbel Meisberger, Rita Schreier und Antonella Mangiardi legten im "kleinen Schwarzen" eine kesse Sohle aufs Parkett - allerdings in fürs Twisten etwas ungewöhnlichem Schuhwerk: lila- und rosafarbenen Plüschpantoffeln. Dann wurde die Bühne von allerlei Patientinnen bevölkert. Sie besangen die Folgen der Gesundheitsreform und hatten für fast alle kleinen Wehwehchen eine alternative Heilmethode im Repertoire. Der Song wurde von Lydia Hubertus getextet und, wie alle anderen musikalischen Beiträge auch, einstudiert. Danach gab es dann noch einmal kostenloses Lachmuskel-Training: "Josefine" (Roswitha Dewes) und "Scholastika" (Brigitte Backes) trafen sich "zufällig" auf der Frauenfastnacht: die eine gefrustet, weil der Gemahl ihre Bemühungen zum anstehenden Hochzeitstag nicht zu "eschtamieren" gewusst hat, die andere weil man dort allerlei Neuigkeiten austauschen kann. Die beiden resoluten Damen erwiesen sich als in ihrer Sportart sehr kompetente Trainerinnen. Nach dieser Büttenrede trafen sich dann alle KFD-Akteurinnen zum großen Abschlussfinale in Schottland wieder: schottische Lieder, schottischer Humor und schottischer Whisky wurden vorgestellt. Der absolute Höhepunkt war allerdings die Ermittlung der 1. Marpinger "Highlander". Ute Guther, die sportliche Leiterin dieses Wettkampfes, wählte mit Pastor Leo Hofmann, German Eckert, Marpingens Bürgermeister Werner Laub und Ortsvorsteher Wilhelm Sartorius dorfbekannte Persönlichkeiten aus, die diese Wettkämpfe unter sich austrugen, tatkräftig unterstützt vom Publikum. So wurden als Sieger im Baumstammstoßen der Pastor und Bürgermeister als Sieger ermittelt und mit dem Orden das Marpinger Highlanders ausgezeichnet. red

Auf einen BlickDie Akteurinnen: Brigitte Backes, Henny Backes, Sarah Backes, Lea Dewes, Roswitha Dewes, Doris Dörrenbächer, Julia Dörrenbächer, Christine Gilges, Waltraud Gilges, Ute Guther, Anna Hans, Lydia Hubertus, Renate Huber, Bärbel Meisberger, Antonella Mangiardi, Marlene Paul, Elisabeth Polenschak, Birgit Ohlmann, Eva Schmitt, Melanine Schreier, Rita Schreier, Sigrid Spaniol, Hildegard Woll. red

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