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Besonderes Mobiliar für den Musiksaal der Gemeinschaftschule Marpingen

Sitztrommeln übergeben : Trommelwirbel an Marpinger Schule

Marpinger Schülerfirma CFA hat 30 selbst gebaute Cajóns an die Marpinger Gemeinschaftsschule übergeben.

Cajón („Kachónn“ ausgesprochen) lässt sich am besten als Sitz- oder Kistentrommel beschreiben. Das aus Peru stammende Percussion-Instrument kann mit recht wenig Aufwand und ohne große Vorkenntnisse gute Stimmung herbei trommeln. Der robuste Holzkorpus bietet eine stabile Sitzfläche, während die mit dünnen Holzplatten versehenen Seiten sich hervorragend zum rhythmischen Trommeln eignen. Zusammen ergibt das die ideale Ausstattung für einen schulischen Musiksaal. Zumal, wenn dazu noch die Schülerfirma CFA kommt. „Dann entsteht daraus ein Gemeinschaftsprojekt, an dem viele Schüler beteiligt sind und das allen zugutekommt“, teilt dazu die Verwaltung der Marpinger Schule mit.

Kurz vor den Sommerferien übergaben – auf Mund-Nasen-Bedeckung und Abstand achtend — die Schüler des Talentfaches im Bereich Beruf und Wirtschaft 30 selbst gebaute Cajóns an die Marpinger Gemeinschaftsschule. Der stellvertretende Schulleiter Steffen Schermer bedankte sich und ließ es sich nicht nehmen, mit allen zusammen ein erstes Cajón-Konzert zu geben. Im anlaufenden Schuljahr kommen nun alle Klassen in den Genuss dieser neuen Möblierung des Musiksaales, die musikalische Erziehung für alle ohne großen Aufbau-Aufwand ermöglicht.

Die 17 jungen Handwerker aus der ehemaligen Klassenstufe neun sind in der Schülerfirma CFA (Cajóns For All) organisiert. Sie planten und bauten während des vergangenen Schuljahres die Sitztrommeln und konnten dann Anfang Juli trotz Corona-Unterbrechung stolz ihre Ergebnisse übergeben. Aus dem Schulbudget erhielten sie ein Grundkapital, mit dem die 14 bis 15-Jährigen haushalten mussten: Die unterschiedlichen Materialien wollten besorgt, zugeschnitten und geschliffen werden, wofür sich die neu eingerichteten Arbeitslehreräume der Schule hervorragend geeignet hätten, teilt die Schule mit.

Wie im richtigen Leben habe die Geschäftsleitung, Youlanda Schneider und Maximilian Petrick, dafür Sorge getragen, dass die Arbeiten erledigt und Zeit- wie Finanzplan eingehalten wurden. Dass es am Ende nicht nur eins auf eins aufgegangen sei, sondern auch ein Gewinn erwirtschaftet wurde, habe die Jungen und Mädchen mit Stolz erfüllt. „Ihren Lohn investierten sie sogleich in ein gemeinsames Pizzaessen“, berichtet die Schulverwaltung.

Auch von Seiten der Wirtschaft und des Handwerks sei großes Lob gekommen: Die Schülerfirma habe sich im Landesinstitut für Pädagogik und Medien in Saarbrücken-Dudweiler vorgestellt und sei beim Projekttag „Hände hoch fürs Handwerk“ präsent gewesen, der von der Wirtschaftsförderung St. Wendel im technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum in der Kreisstadt angeboten wurde.